Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1287458
Dritter 
Zeitraum. 
Verfall. 
Salimlireni. 
311 
lm Dom zu Pisa ist von ihm Elias am Wachholderstrauch, 
woran der Bcschreiber dieses Tempels: _die Kraft des saftigen 
Colorits und die Natürlichkeit lobt. ..Yiel ist noch von ihm 
in der Karthause zu Florenz und in mehrern Kirchen zu 
Siena, und das, was am meisten dort bewundert wird, ist eine 
Ruhe der heil. Familie zu S. Pietro di Castelvecchio. In 
Privatammlungen, wo sich die Bilder besser halten, als in 
Kirchen, sieht man sehr schöne Madonnen von ihm; und bei 
den Herrn Bandinelli ist eine höchst lobenswertxhe Lucrezia. 
Zuweilen ging er von seiner Manier ab, wie in einem Siege 
Davidßs, den der Fürst hat, wo die Schatten gemildert sind 
und der Ton des Ganzen fröhlicher ist. lm ersten Bande der 
Malerbriqfi: wird Bernardino Capitelli erwähnt, Manet- 
ti's Schüler und Kupferstecher. Und im dritten Bande wird 
flüchtig ein Domenico Manetti angedeutet, wahrscheinlich 
aus derselben Familie, aber nicht mit jenem so Tüchtigen zu 
verwechseln. Er hat wenig öffentlich gemalt, sondern mehr, 
wie es scheint, für Privaten, und im Hause Magnoni lobt 
man eine Taufe Constantinßs. 
Astolfo Petruzzi hörte, ausser Vanni, auch den jun- 
gen Salimbeni und Sorri, und schien an diesem mehr, 
als an irgend einem, zu bangen. Er sucht sehr das Auge zu 
befriedigen, und nimmt sich nicht selten Vorbilder aus den 
oberitalischen Schulen. Von seiner Hand ist in einem Privat- 
hause ein Gastmal zu Canaan, wo er Paolo vor Augen zu 
haben scheint. Seine Communion des heil. Hieronymus bei 
den Augustinern hat vielleicht zu viel Caraccisches. Diese: 
in Rom gemalte Bild gefiel in Siena ausserordentlich, und war 
der Vorläufer vieler daselbst gemalten Bilder, die er immi 
mit festlichen und höchst reizenden Engeln schmückte. Auch 
in Zimmergemälden war er heiter; wie in den vier Jahrzeiten 
an den Decken in der Villa der Fürsten Chigi. Er hielt in 
seinem Hause offene Malerschule, welche sehr von den Sienern 
besucht und von Borgognone verherrlicht wurde, der sich, 
ehe er nach Rom ging, etliche Monate bei Astolfo aufhielt. 
Daher sieht man viele seiner ersten Versuche in Schlacht- und 
Landschaftgemälden in Siena; das Haus des Herrn Giova- 
nelli, eines ehrenwerthen Gelehrten daselbst, hatte deren 
viele.
        

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