Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1287375
Zeitraum. 
Dritter 
Verfall. 
Salimbeni. 
.303 
Hessen überall öiTentliche 
noch aufbewahrt werden. 
und besondere Werke 
Nach Sali mifenVs 
zurück, die 
oder anderer 
weniger bekannten Künstler Anweisung folgte jeder einem an. 
dem Führer. Folgendes ist ihre Geschichte. 
Pictro Sorri ging, nachdem er einen ersten Untßy- 
richt in Siena erhalten, nach Florenz zu Passignano, des- 
sen Schwiegersohn und Arlreitsg-Jnoss er suwol dort, als in Ve- 
nedig war. Er eifertc seinem Style nach, der, wie wir sag- 
ten, aus dem Florentiner und Venezianer gemischt war, und 
machte ihn sich so zu eigen, dass man heide nicht von ein- 
ander unterscheiden konnte und beide gleich schützte. Er malte 
nicht so schnell, als sein Schwiegervater, hatte aber ein dauer- 
hafteres Colorit und wenn ich nicht irre, eine anmuthigere 
Zeichnung. Die vonv den besten Sienern dieses Zeitraums um 
die Wette verzierte Brüderschaft des heil. Bastiano hat ein Ge- 
mälde von ihm; was in Siena etwas Seltenes ist, da er seine 
schönsten Jahre ausser seiner Heimat zuhrachte. Er hielt sich 
viel in Florenz auf, durchreiste dann andere Städte von T05- 
eana; und von den Hauptstädten ist wol keine, die nicht Pro- 
ben seines leichten und anniuthigeri Pinsels aufzuweisen hätte; 
besonders Pia, in dessen Dom ein solcher Künstler nicht feh- 
len durfte. Dort malte er die Weihung der Basilica selbst auf 
einem grossen Leinwandbilde; und auf einem andern, wo er 
seinen Namen beischrieb, den Streit Jesu mit den Lehrern; 
nie hat er Besseres in Bauwerken und Verzierungen auf Pao-' 
]i'sche Weise geliefert. Auch in der Karthause von Pavia und 
in Genua malte er, wo wir ihn als Lehrer dieser Schule lin- 
den werden. 
Caaolani hatte seinen Zunamen von Casole, einem 
Burgfleeken, woher seine Familie nach Siena gikonnnen war. 
In der Florentinei" Gallerie ist ein Frnuexibil-lnis, angeblich 
Lncrezia Piccolomini, mit drei ßliinnerbildern, welche man für 
ihre Söhne gehalten hat, Alessandro Casolani , Franeescn 
Vanni, Ventura Salimliexii, die sie in wenig Jahren von vor- 
sChL-denen Männern hatte. S0 wäre Alessan d ro der Stief- 
solm Arcangelo SalimhenPs und Halhhruilor Venturzfs 
und Van ni's gewesen. Dies aber linde ich nirgends, ausser 
bei Nicculö Pio, einem Römischen unkritischvn Schriftstel- 
ler, denen Handschrift mit Nachrichten von 250 Künstlern in
        

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