Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1287284
Zwieites 
Buch. 
Die 
Siener 
Schule. 
"dritten Bande. Niemand aber hat ihn mehr geehrt, als sein 
ehmaliger Schüler Serlio, der im Vorwort zum 4ten Buch; 
sagtlg), wegen dessen, was er Besseres habe, dürfe man nicht 
ihn laben, sondern Buldassare, dessen Schriften er erbte, 
und, wenn man Giulio Piccoloniini in seiner Sienu illustre 
nebst andern Siener Schriftstellern trauen darf, plündertm 
Aber die angeführte wcigernde Verwahrung spricht ihn frei, 
wenn anders nicht etwa verlangt wird , Serlio solle bei jeder 
einzelnen Notiz, die er von ihm lernte, oder in seinen Schi-if. 
ten fand, immer und immer wieder Baldassnre nennen; 
was doch zuviel wiire. Von Zeit zu Zeit hat er es wol auch 
gethan; denn er empfiehlt ihn seines gründlichen, leichten, 
geistrcinhcn Geschmacks wegen in Bauten und Verzierungcm 
Und fürwahr, den iVerken Liehlichkeit zu ertheilen, scheint seine 
Gabe. Man kann nichts, was er ersonnen, sehen, was nicht 
gewissermassen das Gepräg eines heitern Geistes hätte. So ist 
die Halle der Massimi in Rom, der Hochaltar der Hauptkirche 
in Sicna, das Thor des Hauses Sacrati in Ferrara, welches so 
lieblich verziert ist, dass es unter die Scltenheiten der Stadt, 
und in seiner Art Italiens, gezählt wird. Was ihn aber noch 
mehr als trefiliehcn vielseitigen Geist beurkundet, ist der P11- 
last der Farnesixza, der mit solcher Amnuth ausgeführt ist, ilnss 
er nicht gemauert, sondern gewachsen scheint, nach Vasariw) 
19) S ebn: t Sarlio Iivloguesa, mm lz opare düzrclliteltum g 
 culP aggiunla Helle pnrte a de" pulazzi pubblici e privali, 
dicfse in selle Ifbrz" cun uu hidice copiasissinzn e m: disc. Sopra questr: 
umlvriu ; raccolta da G i a. D 0 m en. S c a m 0 z z i, Vqicentina. Venez. 
mm. 4. Q- 
20) Vvurde für den reichen und großartigen Kaufmann Ghigi er- 
baut, wo Huffael die untern Säle und Sodoma die im UilCfn 
Slocke mit Malereien schmückte. 0b der Palast selbst, nder blusg 
die schönen Pfei-desiälie, nach Haldassar Peruzziw Rissen aus_ 
geführt worden, isl dunh noch umgzewins unii fast wahrscheinlich, dass e;- 
nur dies Gebäude von aussen schmückte. Da Baldassar und Rat". 
fael uclmn das lnnre dieaes Gebäudes mit Fresken ausmalen kann- 
len, so musste es doch wol geraume Zeit vorher aufgeführt seyn, 
weil mnn so kostbare Arbeiten ganz neuen Mauern nicht würde an- 
Vßrlraul. haben.  B aldasuar Peruzziw Bauwerke in Rom in: 
Iüzlnis, nuzisomr et aulres eilljices nzade-rnes dessirufs ä Rome, pufßlirf: 
Ö! Paris par FharIcIaVPera-icr et P, F L Fontnine en X798. 
A Paris: Plrzrzchas. "l. 4- 222. 24. 28, 56. 59. ÜO. ßl. 7-1. 59.  
Im Cnrso zu Siena zeigt man ein zwar kleines, aber sehr schönes Hand, 
wezu Peruzzi die Riese gegeben haben soll: zlrclaitcctzzrc Taxen.
        

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