Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1287102
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Zweiizes 
Buch; 
Die Siener 
Schule. 
len zu lassen, eine ursprüngliche und erste Gründung zu ver- 
rathen. Denn, wenn es schon Satzungen gab und sie 91 Ita- 
lienisch herausgegeben wurden, warum hätte man denn (36 
Jahre gewartet, ehe man sie gesetzlich machte? oder warum 
hätte maii nicht, wie in andern ähnlichen Gesetzsammlungen, 
die alten von den neuen unterschieden? 
In der Handschrift, wovon ich spreche, sind sehr viele 
Namen von Malern, die in der zweiten Hälfte des vierzehn- 
ten und im Anfange des funfzehnten Jahrhunderts lebten. Ich 
übergebe sie, wie die Florentirxer, und begnüge mich mit eini- 
gen, welche Erwähnung verdienen. Da iinde ich denn An- 
drea di Guidozs), Jaeomo di Frate Mino, und Gal- 
gano di Maestro Minuccio, und führe sie zu Bestäti- 
gung dessen an, was ich oben bemerkte, dass die glcichnn- 
migen Maler uns die Geschichte dieser Schule verwirren. Ich 
lese du N. Tedesco, Vannino da Perugia, Lüzzare 
da Orvieto, Niccolo da Norcia, Antonio da Pisto_ 
ja, und ähnliche Fremde; und hieraus schliesse ich, dass 
diese Maleruniversität, wenn ich sie o nennen darf, mehren, 
Städten innerhalb und ausscr Italien Meister geliefert habe. 
Ich treiie etliche Maler an, die einigermassen besonders, ent- 
weder durch Geschichte, oder Gemiildeunterschriften im Anden- 
ken geblieben sind. Martina di Bartolommeo ist es, 
der 1405 im Dom die Versetzung des Körpers des heil. Cres- 
centius malte, und von welchem zu S. Antonio Abate ein Al- 
tarblatt mit noch besserm Sockel übrig ist. Seines Vaters 
Name erinnert an Bartolommeo Bologhino, oder viel- 
mehr Bolgarino, der bei Vasari als Pietro Lauratifs 
bester Schüler _und lobenswerther Maler vieler Bilder in Siena 
und in ltalien hier und da vorkommt._ Er war Mann vonStande 
und obrigkeitliehe Person. Andrea di Vanni ist sicher der 
Maler des S. Bastiano im Kloster des S. Martina, und der Ma- 
donna mit mehrern Heiligen im Franciseanerkloster, ebenfalls 
ausser dem Vaterlande und besonders in Neapel bekannt, wo er 
ver 1373 malte. Auch er hatte am Stadtregiment Theil, und 
28) Vielleicht der, 
und von welchem in 
Baldinucci. 
welchen Sacchetti in der 84. Nov. nennt, 
S, Antonio ein Bild von 1362 vorhanden m. 
E.
        

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