Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286901
Zweite 
Buch. 
D 
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6 
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Erster 
Zeitraum. 
Die 
Alten. 
Eine heitere Schule eines heitern Volks ist die Siener, und 
erfreut so durch Wahl der Farben, wie durch ihre Gesichtgr, 
dass einige davon hingerisseue Fremde sie zuweilen sogar der 
Florentiner vorgezogen haben. Dies Urtheil hat seinen Grund 
nicht nur in der eben erwähnten Heiterkeit, sondern auch 
noch in einem von Wenigen bemerkten, von Keinem aber an- 
gegebenen Umstande. Alles nämlich, was die Siener Maler Gib 
tes gemalt, gehört dem Publicum in seinen Kirchen; wer diese 
gesehen, braucht nicht erst Bildersammlungen zu betrachten, 
deren gal- reichhaltige und. viele in vornehmen Hiiusern sind. 
In Florenz ist dies nicht so. Von Vinci, Bnonarroti, 
Rosso sieht man öffentlich kein Bild, keines der Schängten 
von Andrea, oder il Frate, wenig von den Uebrigen, welche 
den Ruf der Schule fördern; ein grosser Theil der Kirchen 
hat eine Menge Gemälde aus dem dritten und fünften Zeit- 
raume, die zwar gut sind, aber doch nicht so überraschen, 
wie die Razzi, oder Vanni, und die übrigen vorzüglichen, 
welche sich hie und da in Siena vorlinden. Uebrigens sind es 
zwei verschiedene Schulen, die man nicht, wie es doch in einem 
Werke geschehen ist, verwechseln darf: der politische Zustand 
ist lange Zeit ganz verschieden, die Schulenhüupter sind ganz 
andere, die Style, die Schicksale ganz andere. Della Valle, 
den wir öfters anführen werden, hat beide Schulen verglichen l) 
den 
In 
Letters 
sanesi
        

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