Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286866
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Florentiner 
Schule. 
IPünfter 
Zeitraum. 
wol in Andenken zu bleiben. Ich benaehrichtigte das Publi- 
cuxm davon in einer im 47. B. des Giornale Pisano abgedruek- 
tcn Beschreibung vom Jahre 1782. Eine Vergleichung dieses 
Werks mit des Bianchi Ragguaglio della galleria 1759 zeigt, 
dass Peter Leopold nicht sowol Hersteller, als Stifter und 
Begründer dieser Anstalt ist; so ganz verschieden ist die An_ 
ordnung, so viel und so sichtbar ist, was zu dem Gebäude, 
dessen Verzierungen und der Sammlung selbst hinzugekommen 
ist")! Die Altcrthümer, Welche einige Erläuterung zu ver_ 
dienen schienen, erklärte ich etwas weitläufiger; bei den Qe__ 
mälden gab ich bloss Gegenstand und Künstler an. Nachher 
erschienen andere Beschreibungen des Museum von geschickten 
Männern, die mit der Benennung und Erläuterung der Alter- 
thümer in der meinen übereinkamen, aber ein vollständigel-es 
und besseres Verzeichnis der Gemälde enthielten, nach Art des 
Wiener und ähnlicher. J 
Ferdinand IIL, der nun Seit 5 Jahren Toscana beglückt, 
folgte dem erhabenen Vater nicht nur auf dem Throne, son_ 
dern auch in der Beschützung der Künste. Die neuen theils 
ausgeführten, wie der rechte Flügel des Palasts Pitti, theils 
angefangenen Gebäude, wie der Vorhof der Laurenzianer Biblio_ 
thek, welcher nach Michelangioloh Entwurf ausgeführt 
werden soll, gehören nicht für diesen Ort. Nicht so die Bei-eh 
cherung der k. Gallerie und. Zeichnenakademie. Der ersten 
schenkte er eine Menge Kupferstiche und Gemälde der Schulen, 
woran sie gerade Mangel litt. So kam eine Sammlung Vene; 
diger und eine andere Französischer Maler dazu, welche zwei 
besondere Zimmer ausmachen 3). Die Akademie war seit 1735 
14) Nach seiner Abreise ward ihm eine Marmorbüste 
Inschrift gesetzt: 
mit folgender 
PETRUS. LEOPOLDUS FRANCISCI. AUG. F. AUSTRIACIJS M, 1)_ E 
AD, VRBIS, SUAE, DECUS, ET, AD. INCREMENTUM. ARTIUM OPTI: 
MARUM. MUSEUM MEDICEIJM. 
OPERIBUS. AMPLIATIS. COPIISQUE, AUCTIS. 
ORDINANDUIVLET. SPLENDIDIORE. CULTU. EXORNANDUM CURAVIT 
ANNO. BLDCCLXXXIX. ' 
15) Hierzu brauchte er Puccini, welcher mir sagte, dass bei_ 
nah ein Drittel der jetzigen, nymlnetrisch und musterhuft lehrreich 
von ihm geordneten Bilder Ferdinand! Freigebigkeil verdankt wird, 
L.
        

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