Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286852
Die 
Cortonisten. 
251 
Regierung Franz L, wiewol er in manchen Dingen thütig war, 
war doch nur die Regierung eines Abwesenden. Als aber der 
Grossherzog Peter Leopold 1765 zur Regierung kam, begann 
auch eine neue Periode für die Kunst. Die Residenz und die 
Landhäuser des Fürsten wurden erneut und verschönert, und 
die Malerei gewann durch stete Arbeiten, wo die ersten Künst- 
ler wetteiferten. Höchst günstig war für sie später-hin die 
Verbesserung der k. Bildersammluug, welche neue Aufträge für 
Maler und neue Muster der Malerei zur Folge hatte. Denn 
der Fürst liess jedes minder gute Stüekausmerzen, und schaffte 
eine Menge auserlesene Bilder an. Auch vermehrte er die gu- 
ten Muster alter Marmorbilder: Florenz verdankt ihm die 
Niohe des Praxiteles u), den Apollo, die übrigen Statuen und 
Basreliefs, wie viele Kaiserbrustbilder, welche die grosse Reihe 
des Corridors vervollständigt haben. Damals waren nicht mehr 
als zwölf Cabiilette und dort ein ganz verworrenes Gemisch 
von Gemälden, Statuen, Bronzen, Zeichnungen, Modernem und 
Altem. Er ordnete dies Chaos, schied die Gattungen, wies je- 
der ihr Zimmer an, ergänzte durch neue Ankäufe; und so 
wuchsen die Cabinette bis zu ein und zwanzigen. Dies grosse 
Werk, das er zum Theil mir aufzutragen geruhte 13), verdiente 
12) S. Nolizie su Za scultura degli antichi e i varj suoi siili 
P. XXIX. im dritten B. des Saggir) d! lfngua elrusca. L.  Woher 
weiss denn Lnnzi so gewiss, dass die Gruppe der Ninhe von Pra- 
xiteles ist? WVinekelmann führt dieselbe nur als unbezwei- 
feltes Werk dieses hohen Styls, dem Praxitele I noch mehr An. 
mulh ertheille, an, aber nicht als ein eigenbändiges XYerk dieses 
Meisters, S. lifinckelilzanrßs Werke, lieravzsgeg. von II. Meyer 
und Johann Schulze. 5. Band. S. 230; aber im 7. Bde. S. 166 
wird diese Gruppe dein Scopns zugeschrieben.  I-I. [Meyer's 
Gesch. d. billl. Künste bei den Griechen l. flYzl. S. 291, Q. 
13) Nämlich die Ordnung.dei' Alterthümer, wo ich denn zu den 
Kaiserbüsten ungefähr 40, lheils gekaufte, Hieils aus den k, Palästen 
und Lundhiiusern bezogene herüber nehmen konnteß S. Üeslrriz, del 
museo p. 34. Die Sammlung von Philosophen und andern berühm- 
ten ltlännerxi war fast ganz neu. S, 85, Zugleich wurden die Me- 
diceerbüslen ergänzt, die hat. Insrbriften dazu gesetzt, welche in 
mehrern Beschreibungen der Gallerie fehlerhaft abgedruckt sind, wie 
die der k. Begräbnisse, die in mehrern Blättern berzinskmnen. Von 
den alten Bronzen s. S. 55; von den alten irdenen (ieFiissen S. 157; 
1'011 Griechischen und Lateinischen Steinen S. Sl; von den lletruri- 
sehen und bildnerischen Aschenkrügen S. 46. (vgl. Snggio rlil etr, 
Rom- 1780.); von den Münzen, durch den berühmten Eckhell ge- 
ordnet, S. 101. Von den übrigen handelt Pelli Soggfa istarica. 
L.
        

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