Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286786
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Florentiner 
Schule. 
Fünfter 
Zeitraum. 
manche Probe seines Pinsels hinterlassen. Zwei Bilder für die 
Abtei des Heil. Michael auf dem Meere, eines des H. Tesauro, 
ein anderes des H. Gregor VII. waren schätzenswerth, weil Ci.. 
priani wenig malte. Seine Stärke war die Zeichnung, welche 
er nach Gabbianfs oherwäihnten Studien trieb. Als er Spü- 
ter nach Londonlkam, brauchte ihn der berühmte Bar m- 
lozzi sehr, der seinen Ruhm durch Kupferstiche von meh- 
rern seiner Erfindungen verewigt hat. Man könnte dies Ver- 
zeiehnis auch mit den beiden Giuti und Michele Paoii, 
Pistojern aus CrespPs Schule, vermehren; aber, soviel we- 
nigstens der Fortsetzer der Felsina pittrice p. 232. bemerkt, 
gelangten sie nicht zur Reife. 
Noch sind im Kirchenstaate die Pisancr, ausscr dßmSßlbcn 
die Luccheser zu betrachten. Camillo Gabriclli, Cirifs 
Schüler, war der Erte, der Cortonzfs Geschmack nach 
Pisa verpflanzte. In diesem fertigte er für die Carmeliterkirche 
ein gutes Oelgemälde, für Privatleute andere; in dieser Gut- 
tung stets glücklicher, nl in Wandgemälden. Dennoch ehrt 
man daheim sein Andenken auch in dieser Gattung, theils 
wegen des gressen Saales Alliata, und wegen anderer Zim- 
mer, welche er für andere edle Häuser schmückte, theils we- 
gen seiner zwei Schüler Melani, die noch weit berühmter, 
als er, wurden. Von Francesco wird bei den Künstlern 
in der Perspeetive die Rede seyn. Sein Bruder Giuseppe, 
Ritter des goldnen Spnrns, kein gemeiner Figurenmnler, war 
es wcrth, im Dom eines der grossen Bilder auf Leinwand zu 
malen, den Uebergang des heil. Ranieri. Dies, wiewol unter 
die mittelmässigen dieses Heiligthums, auch der Künste, ge- 
zählte Bild macht ihm doch Ehre. Es ist gut erfunden, hat 
regelmässige und keine handwerkliche Perspective, wie man sie 
wol oft zu sehen bekommt. Seine Stelle aber ist unter den 
Frescomalern, als welcher er denn seines Bruder Bauwerke 
Giuaeppe Benciven ni, sonst Pelli, Florentiner Gelehrten, eh- 
mal: Vorsteher! dieser Glllerie, bekannt durch Biographien der "be- 
rühmtelten Maler, Dan te,s und einer gelehrten nnmismatischen Ah. 
handlung in denen von Cortona. Er ordnete das Neumünz-, Kupfer. 
sticil- und Zeicbnungencabinet, so wie die Bildersnmmlung den K. Mn_ 
seums und hat davon, so wie von geschnittenen Steinen und Münzen, 
Verzeichnisse hinterlassen. L.
        

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