Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286737
Die 
Cortonisten. 
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nicht gemeinen Malern, wie dem Agostino Veracini, Ba- 
stian Ricci's Schüler, dem Franceseo Conti, Schüler 
Marattzfs, und dem Lapi, Giordano's Jünger. Jeder 
von ihnen hat seinem Führer trefflich nachgeahmt7). Die heil. 
Apollonia des Erstem für die Kirche gleiches Namens, meh- 
rere Madonnen des Zweiten in Privathäusern, die Verklärung 
des Letztem auf der Gallerie sind ihr Schmuck und verdun- 
keln andere minder fleissige ihrer Erzeugnisse. Gleiche Ehre 
widerfuhr noch einigen bereits Gestorbenen, von welchen ich 
aber kein anderes Werk gesehen, z. B. Vincenzio Bache- 
relli, Gio. Franeesco Bagnoli, Anton Sebastiano 
Bettini, Gio. Casini, Niceolö Nannetti, und Andern, 
von welchen das Museo ßorentino Kunde giebt. 
Zu Gab biani's und Gherardiniis Lebzeiten war 
auch in Florenz Gio. Camillo Sagrestani, GiustPs 
Schüler, geachtet. Er besuchte die besten Schulen Italiens, 
und studirte ihre Meister; bei Ci gn ani verweilte er etwas 
und verbildete im Grunde mehr dessen Styl durch Manier, als 
er ihm nacheiferte. In der Madonna de' Rieei ist eine heil. 
Familie von seiner Hand; fürwahr von idealem Formen und 
blühenderm Colorit, als die Zeitgenossen der Schule haben. 
Einer der ersten Kenner in Florenz versicherte mich, dass die; 
Bild von Sagrestani sei, wiewol es Andere seinem Schüler 
M at te o B o neehi zuschreiben. B o ne c hi hatte treiiliehe An- 
lagen, aber nicht gleich gründliche Kunstbilduilg. Er oll, sagt 
man, die Kunst unter des Meisters Augen, von seiner Stimme 
geleitet, gleichsam auf Versagen gelernt haben. Und so ward 
er denn einer von jenen Handwerkern, die, bei nicht sonderlicher 
Zeichnung, doch durch Geist und Tinten berühmt werden. Man 
hat einige Bilder von ihm, die überall vor allen das Auge zum 
Verweilen einladen. Unter seinen vielen Wandbildern ist das 
von Cestello zu erwähnen, wo er Gabbiani nachfolgte, und 
das im Palast Capponi neben der Nunziata, wo er M m-i- 
n ari's Werk fortsetzte. 
Unterdessen war zu Bologna Cignani gesunken, uml 
Gio. Gioseffo del Sole, mit dem Zunamen des neuen 
 
7) Tri grössern Werken, Wie df" 
 und im neuen Kloster, scheint sxch 
del. zu haben. 
Alturhilderu bei den Missionaren 
Uon ti nach Trevisani gebil- 
L.
        

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