Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286692
Die 
Corlonisten. 
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halten und bis auf unsere Zeit fortgepilanzt. Sie aufzuspüren 
braucht eben so wenig Mühe, als Zcit sie zu beschreiben. 
Zwar ist unter der grossen Menge mancher gute Pinsel; die 
meisten aber bleiben doch gemein  freilich weniger durch ihre, 
als der Zeiten Schuld. Der neueste Styl galt für den besten, 
der letzte Meister für neuen Gesetzgeber in der Malerei, der die 
alten Gesetze abschallte. So entstanden aus nicht grossen 
Künstlern immer andere kleinere und manierirtcre, den ersten 
ähnlich in Grundsätzen, an Ruf geringer. Um diese Zeit kam 
auch eine Mode auf mit Trotz oder barsch zu arbeiten, wie 
Einige es nennen und an Giordano und einigen Venezianern 
empfehlen. Auch in Florenz versuchten sich einige Meister 
darin und malten skizzenartig; eine neue Vermanierirung, auch 
in andern Schulen nicht selten! Es ist nicht nöthig, Einen 
besonders zu nennen; man kann im Allgemeinen bemerken, 
dass in guten Sammlungen Künstler in diesem Geschmack fast 
so selten sind, wie Andrea, oder Cigoli; dieser, weil er 
zu viel, jener, weil er zu wenig that. In der Serie degli un- 
mini piü illustri in pittura wird unter Vincenziws Schü- 
lern ohne weitern Zusatz Antonio Riccianti, Michele 
Noferi, und einige Andere genannt; gelobt wird namentlich 
nur Gabbiani. So werden unter 'Piero's Jüngern Gio. 
Cinqui erwähnt, dessen Bildnis in der Gallerie ist; Anto- 
nio Puglieschi, ein Florentiner, der sich unter Ciro bil- 
dete; Valerio Baldassari da Pescia; gelobt wird Fra- 
tellini, von welchem noch einmal die Rede seyn wird. Zu 
O ttaviano gehört der P. Alberigo C arlini ein Pesciatiner 
Minorit, der zu Rom den Conca besuchte, und zuweilen, be- 
sonders in seines Ordens Kirche zu Pietrasanta gut malte. Auch 
Santarelli ebendaher, in Rom gestorben, kann man hier 
noch beifügen. 
Der Dandini bester Schüler war der nur ebenerwälmte 
Anton Domcnico Gabbian i, obwol er früher als Vincen- 
zio's, Subtermanvs Unterricht genossen, und später sich 
in Rom bei Ciro Ferri, in Venedig nach guten Mustern bil- 
dete. Pascolini4) nennt ihn mit Unrecht einen Dutzend- 
maler. Man kann ihn unter die ersten Zeichner seiner Zeit 
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Leben. 
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