Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286635
Cigoli 
und 
seiine 
929 
waren noch nicht so vollkommen eingelassen, dass daran; ein 
solcher bunter Wechsel von Ifkirben und Halhtinten entstanden 
würe. IDiese werden, nach Baldinueei, durch die Farben 
der Steine selbst hervorgebracht, und durch Abschwächung, wie 
Verstärkung beinahe zu Gemälden. Man braucht dazu alle Ar- 
ten harter Steine; diee werden gesägt und aus ihnen die um 
zähligen Tinten gewählt, welche stufenweise vom Stärksten 
zum mindest Starken gehen und fertig liegen, um an ihrer 
Stelle eingesetzt zu werden. Diese Kunst musste man in Mai- 
land suchen, wo sie wegen der angränzenden, an harten Stei- 
nen so fruchtbaren Schweiz einen hohen Grad erreicht hatte. 
Franz L, welcher dem heil. Lorenz die grosse Capelle der 
Fürstengriiber aufführen, und ihre Urnen und Altäre mit Ar- 
beiten aus harten Steinen verzieren wollte, berief im Jahr 
1580 Gio. Bianchi von dort an seinen Hof, und übertrug, 
ihm die Leitung dieser Musivarbeiten. Nicht lange nachher 
unter Ferdinand fasste die neue Kunst Fuss, und irurde von 
Constantin de, Scrvi, wie nachher von Andern, die ihn 
übertrafen, gefördert. Die dort verfertigten und Fürsten zum 
Geschenk übersendeten Tische, Schränkchen, Schmuckkästchen, 
Bildchen mit Landschaften oder Bauten, sind durch ganz Eu- 
ropa verbreitet. Die Florentiner Glallerie hat in einem Zim- 
mer die schönste achteckige 'l'afel, worauf das mittlere Rund- 
eine Zeichnung von Poccetti, die Verzierung umher von 
Ligozzi ist. Ausgeführt wurde das YVerk von Jacnpo Au- 
telli, der mit vielen Gehülfen scchszehn Jahre daran arbei- 
tete u-nd- 1649 es vollendete. In einem andern Zimmer, wo 
sich die Cammeen und geschnittenen Steine befinden, sind Stu- 
fen in halberhobenei- Arbeit und kleine Standbildchen ganz 
aus harten Steinen, ebenfalls Leistungen dieser lilcistersehaft; 
das nicht zu erwähnen, was im Palast Pitti und bßSiJYJdCF-S in 
S. Lorcnzo ist. Diese Schule besteht noch unter der Aufsicht 
der Ilerren Siries, mit einer Menge untergcordcllßtßr Arbei- 
ter, und wird vom Fürsten, für 111119111111 Sie 55459 Mbßiißf, frei" 
edel unterhaltenz3)._ 
23) Flinigc neuere Arbeiten in Ißlusaik von hurimx Steinen überlruf- 
fen Alles, um; man früher geleistet hat. Es in! unlur undrrn ein 'l'isch 
von Pruphyf im Palml Pilti, auf wclrhvm sulh-m: Cnnxrllylillll In Uhr
        

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