Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286605
T26 
Florentiner 
Schule. 
Yierter 
Zeitraum. 
Die Portraitmzulerei, die Schule der besten Maler, Welche 
wahr malen wollen, wurde sehr von Passignano gefördert, 
Sein Schüler war der Vater des berühmten Francesco F u- 
rini, der Filippo Sciameroni hiess. Ausser diesem un- 
terrichtete er auch die beiden Brüder Domenico und Va- 
lore Casini, welche Baldinucci preiset; besonders den 
zweiten , einen freien Pinsel und treuen Nachbildner jedes Zugs; 
von dessen Bildnissen die Hauptstadt voll ist. Cristofano 
Allori portraitirtc theils im Auftrag, theils aus Lust, sich in 
den schönsten Formen zu versuchen. Er malte auf Leinwand, 
und seine Bilder werden geschätzt, obwol sie unbekannte Peh 
sonen darstellen; so das beim Rathsherrn Ürlandini. Auch 
führte er sic auf kleinen Kupfertzifcln ausw), welche in der 
grossen Mediceischen Sammlung befindlich sind. Unter seinen 
Schülern folgte ihm Cerrini, der ebenfalls, wenn ich nicht 
irre, in jene Sammlung aufgenommen ist. Unter den P01; 
traitmalern und Copisten war auch Gio. Batista Stefa- 
neschi, ein Mönch von Monte Senario, Schüler C omodrs 
und trefllicher Miniaturmaler. 
Vorzüglich bewundert wurde Just Sustermans aus 
Antwerpen, dort von Wilhelm Peter de Vos unterrichtet. E1. 
liess sich in Florenz zur Zeit Cosimo lL nieder, und diente 
dem Hofe bis zur Regierung Cosimo lIL, ward auch an andere 
Deutsche und Italienische Höfe gesendet und kam in Bildnih 
sen Vandyck sehr nahe; Dieser ehrte ihn sehr, und hat 
ihn um sein Bildnis, mit dem Versprechen, ihm das seinige zu 
senden. Auch Paul Rubens, der ihn als eine Zierde seL 
nes Landes ansah, ehrte ihn und schenkte ihm ein histm-i- 
sches Gemälde. Just malte die Mediceerfürsten der daxna- 
ligenZeit in mehrern Manieren,  und als Ferdinand II. noch 
jung den Thron bestieg, fertigte er ein staunenswerthes Ge_ 
mälde aus lauter Portraits. Er stellte nämlich den dem neuen 
Herrscher geleisteten Huldigungseid dar, und brachte dabei 
nicht nur die k. Grossmutter und Mutter, sondern auch Rüths- 
herren und die vornehmsten Herren an; ein grosses Gemälde, 
welches in Kupfer gestochen ward  und jetzt auf der G31- 
7 
S0 ist das Lanziäiche zweideutige rami zu verstehen. 
Von Mogalli in drei zusammengehörigen Blättern. Q.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.