Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286594
Cigoli 
und 
seine 
Jünger. 
225 
seltsam bekleideten Figuren. Viel leistete er auch in der Bau. 
kunst. Livorno und Pisa haben viel Bilder auf Leinwand von 
ihm; und hier steht auf einem beim Dechant Zucchetti der 
Nanxe des Malers und das Jahr 165]. 
Die Perspectivc ward in Florenz besonders damals ausge- 
bildet, als die Bologneser sie auf jene Höhe getrieben hatten, 
wovon zu seiner Zvit gesprochen werden wird. Unterricht 
darin gab Giulio Parigi, ein tüchtiger Baumeister, ferner 
Baccio del Bianc o, der als Kriegsbaumeister Philipps IV., 
des Katholischen", starb. Muster zu diesen Lehren gab Co.- 
lonna, der mit seinem llditelli 1638 nach Florenz kam und 
sechs Jahre im Dienste des Hofes sich dort aufhielt.  Nachher 
standen in Florenz auch Prospectmaler und Verzierer auf; ja 
es erhob sich eine neue Schule, deren Stifter Jacopo Chia- 
vistelli war, ein Maler von gediegenem und niichtcrnem Ge- 
schmack, wie einer seiner Zeit. Man lernt ihn in mehrern 
Kirchen und Sälen der Stadt kennen, wie im Palast Cerretani, 
wo seine zierlichsten Arbeiten sich befinden. Er hat auch für 
Sammlungen gearbeitet, wo es an Perspectiven von ihm nicht 
mangelt. Orlandi führt als seine besten Schüler an Ri- 
naldo Botti, Lorenzo del Moro, seinen Vetterw), Be- 
nedetto Fortini, und Giuseppe Tonelli, der auch 
in Bologna studirte. Zu diesen kann man noch Angiol. Gori, 
Giuseppe Masini und andere zählen, die mit ihm den 
Galleriecorridor um 1658 und einige Jahre nachher uralten; 
nicht eben ihr bestes Werkl Ich finde in den von Malvasia 
(T. 11. p. 424.) gesammelten Nachrichten Mondimfs und 
AlboresPs, dass mit ihnen in Florenz Ruggieri wettei- 
ferte, jener Antonio, glaube ich, Vanniniis Schüler, von 
welchem der heil. Andreas in der lllicllüßliSkifßllß Zll Bßrtßllii 
ist, die jetzt gewöhnlich die Kirche des llßil- Gßßtilnß llßiSSlI. 
Auch war er nicht der Einzige, der Figuren ill Seine Prßspecte 
malte; sehr viele dieser letzten Wandmaler waren, so zu so- 
gen, rechts und links. 
L 
181 Magalotti (Lett. pitt. T0. V. p. 229.) nennt B o H! einen 
berühmten Wundmaler. Von Lorenz o sind mehrere Bilder iu grau- 
sen Räumen; er malte die ganze Decke in der Duminicanerkirche zu 
Fiesole, welche Conca unter die guten Werke seiner Zeit rechnet. 
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1, m1.  p
        

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