Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286585
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Florentiner 
Schulen 
Vierter 
Zeitraum. 
und Thiermaler, erwähnt werden wird. Diese alle räumten in 
der Folge dem Neapolitaner Lopez das Feld, der sich auf 
seinen Reisen durch Italien auch in Florenz aufhielt, wie wir 
an einem andern Orte sehen werden. 
Die Landschaftsmalerei und ihre Aufnahme in Sammlun- 
gen stieg in diesem Zeitraume, und der erste Styl, der in 
Florenz viel Anhang fand, war der des Niederländers Adrian o_ 
Cristofano Allori übertraf alle an Fleiss und Sicherheit 
des Pinsels und durch schöne Figuren, die er in den LnmL 
sehaften anbrachte. Gu asparre Falgani, der ihn an Menge 
solcher Bilder übertraf, ward von Valerio Marucelli im- 
terriehtet, von Gio. Rossi und Benedetto Bosehi, Fran_ 
c es eo 1 s Bruder und Mitschüler, nachgeahmt. Die Landschag; 
ten jener Zeit wurden in den grünen Partieen oft schwarz und 
heissen bei Baldinueci in alter Manier. Die neue begann 
in Florenz mit Filippo d'Angeli, oder Filippo Napo- 
letano, der unter Cosimo II. am Hofe lebte, und noch länger 
bei Salvator Rosa. Dieser wurde vom Cardinal Gio. Carlo 
nach Florenz gebracht, und verlebte dort sieben Jahre als Dich_ 
ter, Maler und Komiker, stets beliebt wegen seines munter-n 
schönen Geistes, und von Gelehrten häufig besucht, deren (im 
mals Florenz in allen Zweigen in Menge hatte. Schüler hatte 
er nicht, aber Copisten und Nachahmer seines Styls unter meh- 
rern Jünglingen, wie Taddeo Baldini, Lorenzo Man 
telli und andere. Vorzüglich tüchtig in dieser Kunst war 
Antonio Giusti, Cesare Dandini's Zögling; aber er 
betrieb auch alle übrige Zweige anmuthiger Malerei; ja 01-- 
lan di spricht von ihm als einem allseitigen Maler. Zwei 
Brüder vPoli, reiche und heitere Landschaftcr, erwähnt Mob 
ron a, die in den Florentiner und Pisaner Bildersammlungeu 
bekannt sind. 
Was nun Meeransichten betrifft, so -finde ich unter den 
Toseanern keinen, der sich darauf gelegt, wie Pietro Ciaf. 
feri, sonst I0 Smargiasso genannt, der unter den Pisa- 
ncr Malern erwähnt wird. Er soll lange in Livorno, diesem 
seinem Talent angemessenen Orte, gelebt haben. Hier malte 
er an nxehrern Hausgiebeln Landungen und Seeunternehmun- 
gen; und dergleichen Gegenstände, Häfen, Küsten, Schiffe 
malte er in Oel, sehr ausgeführt, mit gut gezeichneten und
        

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