Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286496
und 
Cigoli 
seine 
Jünger. 
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ria Maggiore, San Simone und in mehrern Sammlungen sind. 
Er starb vor der Zeit, zu grosem Naehtheil der Schule. 
In dem bisher beschriebenen Zeitraume hielten sich eine 
geraume Zeit in Florenz einige auswärtige, den einheimischen, 
wie ich bemerkte, sehr nützliche Maler auf. Paggi, der un- 
ter Franz l. dahin kann, blieb zwanzig Jahre dort und malte; 
so in der Folge Salvator Rosa, Albani, Borgognone, 
Colonna, Mitelli und nicht wenig andere, von den Für- 
sten aus andern Orten berufen, oder auch aus eigenem An- 
triebe. Von ihnen wird bei den übrigen Schulen, wo sie ent- 
standen, oder unterrichteten, die Rede seyn. Hier stehe nur 
J acopo Liglozzti , welcher! der Florentiner durch Anheimung, 
Geschäft und Schüler angehört. Er hatte in Verona unter 
Paol Veronese studirt, sagt Baldinucci; nach MaffePs 
Verbesserung unter Gio. Franeesco Carrotto: wobei 
aber nicht bedacht worden, dass dieser starb, als Jacopo 
kaum drei Jahr alt war. Einige Auswärtige machen ihn zum 
Sohne des Malers Gio. Ermanno; wovon der Ritter del 
P 0 z z 0, Beider Landsmann und Lebensbesehreiber, nichts weiss. 
Ferdinand ll. erklärte ihn zu seinem Hofmaler und Gallerieauf- 
scher; eine ehrenvolle Wahl vor so vielen treiiliehen lnngebo- 
renenl Ligozzi hatte in seiner ursprünglichen Schule man- 
ehes NVerk geliefert, und eine Freiheit des Pinsels, eine breite 
Composition, einen Geschmack an Verzierung, und etwas An- 
muthigeg und Früliches nach Florenz gebracht, die dort nicht 
häufig warcn- Seine Zeichnung war hinlänglich correct und 
besserte sich immer mehr in Toseana; seinem Colorit, wiewol 
es nicht das Pa0lo'sche war, fehlte es nicht an Wahrheit 
und Kraft. 
ln Florenz werden die siebzehn Lunetten im Kloster 
Ognissanii geschätzt, besonders die, wo Sich die Zwei heiligen 
Stifter Francesco und Domenico besprechen, mit der Auf- 
sehrift: zu Verwirrung der Freunde, d. h. der Neidischen lund 
Bösartigen. Dies ist sein bestes YVandbild. ln Oel arbeitete 
er viel für mehrere Kirchen." Ein Bild in grossem Raume in 
S. illaria Novelle ist der heil. Raimondo, der ein Kind wieder 
belebt; und in demselben Geschmack ein anderes bei den Bar- 
füssern in lmola, vier gekrönte Heilige. Ein, ich weg, es zu 
sagen, staunenswerthes Bild, worin man P3101035 Jünger er-
        

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