Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286450
Cigoli 
undL 
seine Jünger. 
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Sein Ruf in Italien aber ward ihm durch Zimmergemü-lde, die 
ausser Florenz selten sind, und in Florenz, wo sich ziemlich 
viel vorfinden, immer geschätzt werden. Sehr berühmt ist sein 
von den Nymphen gerauhter Hylas, für das Hans Gulli gemalt, 
grosse und grossartig verschiedene Figuren; die drei Huhlin- 
nen des Hauses Strozzi, wie die vielen historischen Bilder, 
oder halbe Figuren nicht zu erwähnen, welche in der Stadt 
zerstreut sind und in seinem Leben nicht erwähnt werden. Es 
sind zumeist Nymphen, oder auch Magdalenen, nicht viel mehr 
verschleiert, als Nymphen. Denn Furini war in Darstellung 
zarter Körper geschickter, als vorsichtig. 
Furini musste nicht wenig Schüler, oder Abhildner ha- 
ben, da. seine kurz vorher erwähnten Zimmergemälde poplrt, 
oder wenigstens nachgeahmt in Florenz sehr hiiulig sind. Oft; 
sind sie wegen fehlerhafter Anmischung nachgedunkelt; oft 
giebt man Slimone Pignone für ihren Urheber aus, aber 
meistens, wenn ich nicht irre, fälschlich. Dieser war Fran- 
cesc0's bester Schüler, in Fleischfarhen üusserst zart, wie 
man an dem Bilde des Bernardo Tolomei zu Monte Oliveto 
sieht, "wo Maria und das Götterkiiltl wenigstens sehr schönes 
Fleisch, wenn nicht schöne Züge haben. Berühmter ist das 
Bild zu S. Felicitä. des heil. Ludwigs, Königs von Frankreich, 
das ihm mit 500 Seudi bezahlt und von Giordan 0 sehr gelobt 
wurde. Nach den lett. pitt. (T0. I.) schätzte Maratta unter 
den Florentiner Malern seiner Zeit nur Gabbiani und Pi- 
gnon e. Uebrigens ward er von Bellini in der Bucchereide 
gelobt, wo er für Pignone eine "neue Benennung erfand, mit 
einer unsern komischen Dichtern gewöhnlichen Freiheit, von der 
ich nicht weiss, wie weit: sie in andern Sprachen getrieben 
wird: E Parcipittnrissimo de? bzumi (unter den- guten erzmale- 
rischter.) 
 Lorenzo Lippi, wie sein Freund, Salvator Rosa, 
Atheilte seine Zeit zwischen Malerei und Dichtkunst. Il MaL 
mantile racquistato in Toscanischcr Sprache") ist ein Gedicht; 
von ihm, welches vielleicht weniger gelesen wird, als die Sa- 
tyren von Salvator Rosa, aber zierlicher und mit alP den 
12) Herausgeg, mit Anmerkungen von Dr. 'P nolo Min u cci,-noch- 
mals mit andern Erläuterungen von Auto n. Hi scioni. L-
        

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