Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286398
Cigoli 
un-l 
seine 
Jünger. 
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ln diese Zeit gehören noch einige andere, welche, was 
auch der Grund davon seyn mag, weniger geschätzt worden 
sind, als sich gebührte. So Giovanni Martinelli, um 
welchem ein ausgezeichnetes Werk bei den Conventualen zu 
Pescia ist, das Wunder des heil. Antonius, das wir oben er- 
wähnten, und das von Cigoli ausgeführt ist. Zu Florenz 
im k. Museum sind sein Gastmal des Balthasar, und der Schutz- 
engel in S. Luca de" Bardi schätzbare Bilder, doch unter dem 
zu Pescia. So auch Michcl Cinganelli, Schüler Pnc. 
cetti's, der in der Primaskirche zu Pisa arbeitete, dort die 
Kragstcine der Kuppel malte und eine Geschichte Josuws dar- 
stellte, welche mit den besten Toscanern seiner Zeit wettei- 
fert. So Palladino, der in dem Wegzceiser in Florenz ein- 
mal wegen einer lintliauptung Johannes erwähnt wird. Die; 
Bild ist allerdings schenswerth, weil der Künstler nicht im 
gewohnten Geleise seiner Schule fortgeht, sondern die Lom- 
barden mehr studirt, auch den Baroccio gekannt zu haben 
scheint. Ich habe das Gemälde zu S. Jacopo a' Corbolini ge- 
sehen. Ich glaube, dies ist der Filippo Paladini, den 
Hackert anführt, der, in Florenz geboren und gebildet, nach- 
her ausser der Vaterstadt lebte. In Mailand ward er, ich weiss 
nicht welches Unbills wegen, verklagt, floh nach Rom, ward 
vom Fürsten Colonna aufgenommen, flüchtete aber, weil er sich 
nicht ganz sicher glaubte, nach Sicilien auf ein Gut dieser 
Familie, Ode? nach Mflllßrinü, Wo er, wie in Siracusa, Pa- 
lermo , Catania und andernx Orten anmuthige " und schön colo- 
rirte Bilder hinterliess. Oft war er jedoch manierirt; ein Feh- 
ler, von welchem auch das angeführte Bild in Florenz nicht 
frei ist. Benedetto Veli malte im Dom zu Pistoja am 
Eingang des Presbyteriums eine Himmelfahrt Christi von un- 
geheuerer Grösse; das Seitcnstiick, das Piingstfest, ist von 
Gregorio Pagani. Dies bcweiset mir hinlänglich, dass er 
kein gemeiner Künstler war. Noch lebten in dieser Zeit einige 
andere, von welchen, so viel ich weiss, Toscana kein Anden- 
ken hat; sie sind aber in andern Schulen bekannt, wie Va- 
jano in der Mailändischcn, Mazzoni in der Venezianer. Von 
diesen wollen wir hier sprechen. 
Als letzten der besten Meister dieses Zeitraums nenne ich 
MatteoRosselli, PaganPs, Passignanfs, und noch
        

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