Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286265
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Florentiner 
Schule. 
Dritter 
Zeitraum. 
Biagio Betti, einen Theatiner, der, nach Baglione, im- 
mer für die Kirchenx und Häuser seines Ordens arbeitete, ein 
verdienter Miniaturist, Bildhauer und Maler. Livorno hatte 
Jaeopo Rosignoli, aus unbekannter Schule, der in Pie- 
mont lebte, wo man ihn suchen muss. In Pisa war Baccio 
Lomi, der viel von Zuccaro hatte, und von zwei Enkeln, 
wie wir sehen Werden, sehr in Kunst und Ansehen gefördert 
wurde. Auchvwar er nicht. zu übersehen, obwol er ausser sei- 
ner Vaterstadt unbekannt war. Seine Himmelfahrt bei den 
Canonikern in ihrer Residenz und einige andere Bilder von ihm 
sind sehr verständig gezeichnet und colorirt, wenn sie auch 
das Harte ihrer Zeit theilen 
In dem Naehbarstaate Lucca lobt man Paolo Guidotti, 
einen Mann von lebendigem Geiste, Bildhauer und Maler, wis_ 
sensehaftlich gebildet, wohl kundig der Anatomie, doch nicht 
von besonderm und feinem Geschmack. Er bildete sich in 
Rom in der aufgeregten Zeit Gregors und Sixtus, lebte auch 
dort unter Paul V., der ihn zum Ritter und Conservatore von 
Rom machte, ihm auch erlaubte, seinen Zunamen Borghese 
zu führen. Rom hat viele Wandgemälde von ihm, in der V3- 
ticanischen Bibliothek, an der heiligen 'l'reppe und in mehrem 
Kirchen; die Mitwerber, mit welchen er arbeitete, beweisen, 
dass er in der Stadt zu den Besten gezählt wurde. Sein Va, 
terland hat einige. Bilder von ihm, und im Palaste das gmsse 
auf die Republik anspielende Bild. Einen ähnlichen Weg und 
zu derselben Zeit machte Girolamo Massei, nur dass e, 
sich auf die Malerei beschränkte. Baglione, durch den wir 
ihn kennen, führt ihn in Rom bereits als Künstler auf und 
lobt ihn seiner Genauigkeit wegen. Neben ihn stellt er Taja, 
einen guten Zeichner und Coloristen; daher wir ihn jetzt im- 
ter der Menge voii Künstlern unter Gregor und Sixtus unter- 
scheiden können, wie P. Dzmti ihn auslas, die Vatieanischen 
Logen zu schmücken; wovon an einem andern Orte. Schon 
alt kehrte er in sein Vaterland, nicht um zu arbeiten, Sondern 
ruhig im Kreise der Seinen zu sterben. Benedetto Bran- 
dimarte aus Lueca wird von Orlandi genannt. Ich sah 
von ihm in S. Pietro di Genova einen enthaupteten Johannes, 
der sehr elend war; doch entscheidet Ein Werk noch nicht. 
Nur Orlandim Fortsetzer, soviel ich weiss , gedenkt eines
        

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