Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286254
Michelangelds 
achahmer. 
191 
llinnnelfahrt zeigt, und zu S. Giovanni _und anderswo etliche 
schwache Gemälde. Auch habe ich D o n a t 0 , G ir o l am o, 
Cosim 0 , Aless andro Alberti nennen hören, weis aber 
weiter nichts v0n_ ihnen. 
Die 
Pratenser 
erheben 
ihren 
Domenico 
Giuntaloc- 
chio, einen Schüler SoggiJs, in dessen Leben Vasari uns 
Domenico mehr als Kriegsbaumeister, denn als Maler ken- 
nen lehrt. Er beschreibt ihn als einen Bildnismaler, der sehr 
gut traf, aber einen so- langsam arbeitenden Wandmaler, 
dass er die Aretiner, unter welchen er sich einige Zeit auf- 
hielt, ganz sich entfremrlete. Ein Gemälde von ihm, das auf 
unsere Zeit gekommen wäre, kann ich mit Sicherheit nicht 
nachweisen; doch wird er stets im Herzen seiner Mitbürger 
leben, welchen er statt Bilder ein Capital von _]0,000 Scutli 
hinterliess, um mit den Zinsen junge Maler zu erziehen. 
Nach Volterra zog sich nach Daniell0"s Tode sein 
Neffe und Schüler zurück, Gio. Paolo Rossetti, und lie- 
ferte in dieser seiner Vaterstadt, nach Vasarirs Zeugnis, sehr 
lübliehe leVerke. Darunter kann man rechnen die Kreuzab- 
nahme in der Kirche des beil. Dalmatius. Unfern der Stadt 
ist ein Ort, von welchem Niecolö delle Pomarance, aus 
dem Hause Cireignani, der sich übrigens Volterraner un- 
terschrieb, den Nanlen führt. Vasari beschreibt ihn als einen 
geschickten jungen Mann, ohne seinen, Meister zu' nennen. 
Dieser scheint aber Titi gewesen zu seyn, bei welchem er in 
dem grossen Snule zu Belvedere arbeitete. Er ward in Rom alt, 
wo es an gut ausgeführten und wmhlfeilen Arbeiten von ihm 
nicht fehlt. In einigen, wie in der Kuppel der heil. Pruden- 
ziana erweiset er sich Jüchtiger, als die meisten seiner Zeit. 
Sein Landsmann war der Ritter Eoucalli, und von Beiden 
sind Bilder in Pomarance. S0 auch von Antonio Circi- 
gnani, des Erstem Sohne, einem ebenfalls tüchtigen, wiewol 
minder bekannten Manne. Von diesen Dreien wird wieder im 
dritten Buche gesprochen werden. 
Zwei Schiller RiecinrellPs hatte Pistoja, Biagio da 
Cutiglinno, den wir durch Vasari kcuneuw), und den P. 
30) Er schreibt Cariglian o, wie mit ihm Ändere und ilih s_elbst,l 
bis mich Innncenzio Ansaldi belehrte, dass es Outrghano 
heissen müsse. L.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.