Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286203
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Florentiner 
Schule. 
Dritter 
Zeitrailm. 
des lGeschichtsehrcibers lieblich und anmuthig in den Figuren, 
Gewändern, Hüusern und allem Üebrigen. Dies ist sein bestes, 
ja das beste Florentiner Werk jener Zeit. In andern Bildern 
zu S Trinita, auf der Gallerie und sonstwo ist er etwas 
trocken, und gleicht, so zu sagen, manchen Schriftstellern, 
an welchen die Grammatik nichts zu tadeln, aber die BerecL 
samkeit auch nichts zu loben hat. Sein Gefährte und zum 
Theil Schüler ist Alessandro Fei, oder del Barbiere, 
der erst bei Ghirlandajo und Piero Franeia gelernt, 
welcher Privatsachen malte Fei war fruchtbaren und freien 
Geistes, in grossen Wandbildern, die er mit schönen Bauwer- 
ken und Grottesken zierte, trefHich. Er sah mehr auf Zcieh- 
nung und Ausdruck, als Colorit; eine Ausnahme davon machen 
einige Bilder, die man für seine letzten nach Cig0li's Ver_ 
besserung ausgeführten hält. Seine Geiselung in S. Croee 
wird von Borghini, wie wenig anderer, gepriesen. Baldi- 
nucci bewunderte insbesondere seine kleinen Bilder, wie un_ 
ter den Bildchen des Schreibzimmers der Daniel beim Gastmal 
des Baldassare und der in der Goldschmiedsiverkstatt ist. 
Unter die Lehrmeister dieses Zeitraums ist auch Fede_ 
rigo Zuecaro zu zählen, der, als er die Kuppel des Doms 
malte, wo Vasari, als er starb, nur wenig Figuren gemalt 
hatte, Bartolommeo Cardueci- in-der Malerei unten-ich- 
tete, Bau- und Bildhauerkunst bei Amannati und Stucea- 
tur zu Rom bei mehrern Meistern lernte. Durch diese Ge- 
schicklichkeit zeichnete er sich am Hofe des Königs von Spa_ 
nien aus, wohin ihn Zuecaro brachte, und er sich mit sei. 
nem jüngern Bruder und Schüler Vincenzio ansicdelte. Letzte;- 
erbte seines Bruders Ruhm; beide wurden von Palomino unter 
die guten Maler Spaniens gezählt. Hier muss man beide ken- 
nen lernen, besonders den zweiten, der kurze Zeit in Florenz 
lebte, und in Diensten Philipps lll. und IV. mehr, als einel-I 
seineriVorgänger, oder Nachfolger, malte. Er liess Spanisch 
ein Gespräch de las excelencias de lapintura drucken, woraus 
Baldinueci in seinen Nachrichten über diesen Künstler ei- 
nige Bruchstücke mitgetheilt hat. I 
Von einigen, welche Vasari unter seine Gebülfen bei der 
Ausmalung des Palastes, oder bei der Vermählung des Prinzen 
Francesco, beim Begräbnis Buonarrotüs oder endlich in
        

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