Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286184
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Florentiner 
Schule. 
Dritter 
Zeitraum. 
von vielen und sehr verschiedenen Stylen ist, die Mediceische 
nur in einem, doch den Urbildern sehr treuen. 
Meister für Andere in diesem Zeitraums War Miehele 
di Ridolfo, und aus seinem Arbeitszimmer ging Girola- 
mo Macchietti, oder del Crocifissajo, hervor, Va- 
,sari's sechsjähriger Gehülfe, der nachher seine Kunst, Worin 
er schon reif war, noch zwei Jahre in Rom studirte. Dies 
verdient Nachahmung, da dieseScbule mehr zum Auge, als 
zum Ohre spricht, und wer mehr sieht, auch mehr lernt. Nach 
Florenz zurückgekehrt, arbeitete er dort ileissig und mit Liebe 
nicht viele, aber geschätzte Bilder, unter welchen eine ErscheL 
nung für die Capelle der Marchesi della Stufa zu S. Lorenzo, 
und zu S. Maria Novella ein Martyrthum des h. Lorenzo ist, 
welches Lomazzo sehr rühmt. Auch Borghiniw Kritik, 
nachdem er Schönheit, Ausdruck und alles Uebrige gelobt, lin- 
det kaum-etwas auszusetzen. Und gewiss gehört es zu den 
damals beachtetsten. Macchietti war auch in Spanien, und 
arbeitete viel in Neapel und Benevento, wo er besser, als an 
andern Orten, gemalt haben soll. lm Diziomzria; storico (I; 
professori delle öellc arti di Uröino (Colucci T. XXXI.) linde 
ich, dass Macchetti einige "Schlachten im Saale der Albani 
in S. Giovanni gemalt; nicht aber, warum er unter den in 
der Stadt oder dem Staate von Urbine geborenen Künstlern 
eine Stelle findet.   
Mit Macchieti zugleich erwähnt VasariAndrea del 
Min ga, als noch Jüngling; und gleichwol nennen ihn  
landi und Bottari Michelangelois Mitschüler. Er war 
einer von Ridolf0's letzten Schülern, als Michele mehr, 
als jener, wirkte; daher er wol mehr dem Zweiten, als dem 
Ersten angehört. Er war nicht der beste, wenn er für sich m. 
beitete. lm Gebet im Garten, welches Bild in  Croce ist, 
wetteifert er mit jedem Gleichzeitigen; doch sollen ihm bei 
diesem Gemälde drei Freunde geholfen haben. Zu Michele 
gehört, obwol zu jung gestorben, ihm Ehre zu machen, Frau- 
cesco Trlaballesi, dessen Bagliorre gedenkt, weil er in 
der Griechenkirche zu Rom Mehreres auf Kalk gemalt. Von 
seinem Bruder Bartolommeo ist die Tabel der Danae in 
der Sammlung, die wir hier von Zeit zu Zeit nennen.
        

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