Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286124
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Florentiner 
Schule. 
Dritter 
Zeitraum. 
den Sammlungen Italiens sieht man mehrere in lllanxxichfnltig- 
keit und Geist löbliche Bildnisse von ihm; nur benimmt er ih- 
ncn nicht selten ihren Werth durch das bald hleifnrhige, bald 
zu lschnceige, mit einem schminkeühnlichen Roth wechselnde 
Fleisch; eine vorherrschende Farbe jedoch ist das grelle Gelb, 
und zu tadeln ist der Mangel an Rundung. 
Die nun folgenden, meistens Flerentinvr, werden von V3, 
sariin Buonarrotüs Todtenfeier, in dem Berichte der Akn_ 
demiker, welcher um 1567 geschrieben ist, und an andern  
ten genannt. Ihre Werke ind hier und da. in der Stadt Zeh 
streut, mehrere im Kloster von S. Maria Novelle. iVären jene 
Lünetten nicht mehreremale überarbeitet und geändert werden, 
so wäre dieser Ort, hinsichtlich dieses Zeitraums, das, was 
das Kloster der Olivetaner zu Bologna für die Zeit der Ca- 
racci, die unstreitig glücklicher für die Kunst, aber für die 
Wahrheit der Geschichte nicht anziehender sind. Besser erhah 
ten, ja unberührt ist eine andere Sammlung, wovon ich in der 
Beschreibung der königl. Gallerie, beim X Caliinct, gesprochen 
habe. Sie befindet sich jetzt in einem andernZimmer und 
besteht aus 34, von Mehrern aus jener Zeit an den 'l'hürfel- 
dem eines Sehrcibzimmers des Fürsten Franz gemalten Fabeln 
und Geschichten"). Vaari, dem diese Arbeit übertragen 
war, malte da die _von Perseus befreite Andromeda; im Ue- 
brigen liess er sich von den Akademikern helfen, welche auf 
diese Weise mit einander wetteiferten und sich dem Hofe be_ 
kannt machten. Die meisten unterzeichneten ihre Namenzs), 
und wenn auch darin Fehler mit unter-liefen, welche sie mit 
dem Jahrhundert gemein hatten, oder auch eigenthümliche, so 
beweisen sie doch, dass noch nicht alle 'l"üchtigkeit in der 
ll-lalerei zu Florenz ausgestorben war. lndess rathe ich denen, 
lofit ist offenbar dudiurci! verändert und durnh den Verlust, der 
suren kalt geworden. Die Cumposilioln des Bildes mag schwierig 
künstlich seyn, ist aber sehr verworren. l Q.  
La- 
und 
m Cesimo l. für 
p. 15.1. 182. 
SH) Von diesem zu Lehzeih 
mer s. Baldinucci T. X 
m angelegten 
L. 
Zim- 
25) YYie Allori, Tili, ßalßNaldirfhCosßi, Macchietti, 
Minga, Butteri, Sciurini, Sanfrnano, Fei, Betti, Ca- 
sini, Coppi, Cavalori, Vasari, Stradaxxo, Poppi. L.
        

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