Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286105
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F] orentiner 
Schule. 
Dritter 
Zeitraum. 
arbeitete, so war daran, nach Vasari, der Neid der Miswil- 
ligen, zum Theil aber auch sein stürmischer, unruhiger und 
verachtender Sinn schuld. Dennoch unterwies er Einige in dm- 
Malerei, welche dieser Schule angehören. Francesco dQl 
Prato, ein guter Goldschmied und treillich in eingelegten 
Metallarbeiten, bekam schon in reiferem Alter Lust zu Sah 
via ti's Kunst und wurde sein Schüler. Da er in der Zeich- 
nung gut war, so kam er bald so weit, dass er Zimmerge_ 
mälde verfertigeix konnte; wovon zwei, die Schlangenstrafe und 
der Limbus, sehr schön sind, nach Vasari. Es ist nicht un_ 
wahrscheinlich, dass unter den kleinem Gemälden, die man 
jetzt dem Salviati beilegt, auch manches von diesem Sei, 
der sich nur nicht nannte. Bernardo Buontalenti, ein 
seltener, vielseitiger Geist, lernte Miniatur bei Clovio, {Walen 
bei Salviati, Vasari und Bronzino, so tüchtig, das 
Franz I. seine Werke an den Kaiser und König von Spanien 
schickte. In der K. Gallerie ist sein Bildnis; andere Bilder 
von ihm lassen sich in Florenz nicht mit Sicherheit naehwei_ 
gen, weil er sich mehr auf iBaulrunst und Hydrostatik legtm 
Der Spanier Ruviale, der Römer Domenico und Porta 
della Garfagnana gehören auch zu SalviatPs Schule; 
und von letzterm werde ich bei Gelegenheit der Venezianer 
sprechen, unter welchen er lebte. In Lomazzo"s AbhamL 
lung wird auch der Florentiner Roniolo dieser Schule beigß 
sellt, nach OrlandPs Vermuthung, derselbe mit Romqio 
Cincinnato, einem Florentiner Maler, der Philipp Il., Kö_ 
nig von Spanien, diente. Palomi no erwähnt seiner mit grob 
ser Ehre, nebst ihm zweier seiner Söhne und Schüler, Diego 
und Franceseo, treillieher Künstler, beliebt bei Franz I. und 
Urban VllL, der sie zu Rittern machte. 
Jlacopino de'l Conte, der im Aääecedario pitlorivo 
auch Jaeopo del Conte genannt und zu zwei verschiedenen 
Malern gemacht wird, arbeitete wenig in Florenz, viel in Rmm 
Er malte alle Päpste und die vornehmsten Herren, die dort 
lebten, von Paul lll. bis auf Clemens VlIL, unter welchem er 
starb, ausgezeichnet gut. Dass er auch in der Composition 
tüchtig war, sieht man aus den Wandgemälden in S. Gim 
dem Enthaupteten, und noch besser hier an dem Bilde auf 
Holz: die Kreuz-abnehme, seinem besten Werke. Die Mit-
        

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