Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1286028
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Florentiner 
Schule. 
Dritter 
Zeitraum. 
oder ein anderer Mönch ihm das Werk verderbt, wie Bottari 
andeutet 16). Wenn schon Vasari nicht wusste, wie es mit 
diesen Veränderungen vorgegangen, so wissen wir es ja noch 
weil: weniger; und es fragt sich, ob er nicht durch einige ge- 
hässige Geschichtchen sich mit Vielen erzürnt und so gut er 
konnte, entschuldigen g- wollt habe. Wer möchte glauben, dass 
das, was er in der zweiten Ausgabe, die fust ein neues Werk 
ist, strich, blos, man weiss nicht wie, von fremder Willkür 
herrühre, nicht eigener lrrthum, wenigstens grösstentheils, 
Sei?  
Wie dem auch sei, der Verf. gewann Zeit, seine Lebens- 
Beschreibungen zu verbessern, Izu vermehren und mit den Bilds 
nissen der Künstler wieder zu drucken. Er hatte gleich bei 
der ersten Ausgabe Handschriften GhibertPs, Domenico 
Ghirlandajo", und EaffaeVs von Urbino benutzt, auch 
selbst auf seinen Reisen in Italien viele Nachrichten gesam- 
melt. Um der neuen Ausgabe willen unternahm er abermals 
eine Reise im Jahr 1566, wie er im Leben Ben venuto Ga- 
rofalo's erzählt, sah die schon gesehenen Werke nochmals, 
und verschaffte sich bei einigen guten Freunden neue Aufklä- 
rungen. Einige nennt er bei Gelegenheit der Furianer und 
Veruneser. Auf dieselbe Weise, wie er diese Nachrichten ein- 
schaltete, Würde er auch Mehreres beigebracht haben, wenn 
der Erfolg seinen Bemühungen entsprochen hätte. Er bedauert 
deshalb im Anfange und am Ende des Lebens Carpacciws, 
dass er von vielen Künstlern nicht alle einzelnen Umstände er- 
fahren können, noch ihre Bildnisse erhalten, und bittet, dass 
man hinnehme, was er gekonnt, weil cr doch nichtkörme, 
was er gewollt. So gab er denn 1568 ssine Lebensbeschrei- 
hungen wieder heraus und versicherte Coslmo I. in der Zueig- 
nung, soviel an ihm liege, sei daran nichts zu wünschen 
übrig. Die neue Angabe erschien bei den Giunti, und an 
den Zusätzen, welche so schöne philosophische und moralische 
Betrachtungen enthalten, die man Giorgio nicht zuschreiben 
kann, hatte Borghini Theil, noch mehr aber der Camaldo- 
leser Mönch Silvano Razzi, wie Bottari in seiner Ver- 
Lett. pittor.
        

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