Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283866
XX 
Vorwort. 
Streben und seiner Verwendung auf (lies oder je- 
nes Element, so wie auf diese oder jene Gattung 
der Malerei, gerade jenes Schwanken der Kunst 
zwischen Formalismus und Naturalismus nur um 
so anschaulicher, gleich sehr aber auch ihr Halt in 
der Gesamtheit als Gegensatz gefordert werden. 
Dabei werde nun aber zugleich gewarnt, dass man 
eben so wenig den Wald iiber den Bäumen, als 
die Bäume über dem Wald übersehe, indem eben 
Concretes und Allgemeines einander immer for- 
dern, Körper Geist, und Geist ICÖrPer werden will. 
Dies musste doch den Cigoli, Caracci u. 
S. w. mehr oder minder deutlich vorschweben, in- 
dem sie, wenn auch vergebens, die irren und 
maaslosen, wie die nichtigen und verfehlten Stre- 
blmgen der Zeit durch eigene Meisterschaft in eine 
höhere Gesamtheit zurückleiten und aufnehmen, 
oder 
in 
ihr vernichten 
wollten. 
Wbmit 
denn 
die 
dritte Periode der Malerei beginnen Würde, Wel- 
che eigentlich nur versuchte Heilung der immer 
mehr erkrankenden ist, Wobei ausser den vom 
W eltgeiste aufgestellten bessern Mustern auch end- 
lich noch das leidige Mittel der Akademiestiftun- 
gen angewendet wurde, aber eben auch wenig 
Iruchtete, indem der ganze Kunstkörper selbst im- 
mer mehr und mehr verfiel, und die einzelnen 
Künstler, wie einst die Kriegsknechte bei der Kreu- 
zigung, sein Gewand unter sich theilten. Daher 
dies anarchische Gewimmel, dieser Atomismus und 
Eklekticismus, der nie etwas ganz und in seiner 
Gesamtheit anfassen , noch wiedergeben konnte
        

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