Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1285948
160 
Florentiner 
Schule. 
Dritter 
Zeitraum. 
tista Borre aus Arezzo gingen aus derselben Schule hervor, 
und arbeiteten in und ausser Toseana. Als Vasari den alten 
Palast ehmiickte, bediente er sich der Niederländer Gual- 
tieri (Walter) und Georg, die nach seinen Zeichnungen 
arbeiteten. Merkwürdig wie einer, ist Valerio Profonda- 
valle aus Löwen, der in derzweiten Hälfte des 16. Jahrhun- 
derts sich in Mailand niederliess, der zweite Erlinder und an_ 
genehme Colorist in Wandmalerei, vor allem aber trefflich in 
Glasgemälden, wie wir von Lomazzo wissen. Orlandi 
rühmt Gerardo Ornerio, einen Friesen, und seine Fenster 
in S. Pietro zu Bologna, die um 1575 gemalt sind. Nachher 
rerlicl diese Kunst, weil der Brauch, dieser Machthaber der 
Künste, sie von Palästen und Tempeln allmälig ausschloss. 
Im vorigen Jahrhundert war eine andre Art von Glas 
oder vielmehr Krystallmalerei sehr in der Mode, und man 
brauchte sie auf Spiegeln, Schränken und Ziminerverzierung-en 
der Grnssen. So malte M aratta und andere seiner Zeit auf 
Iirystalle, wie auf Leinwand; vor allen aber Giordano, der 
auch mehrere Schüler dieser Kunst zog"). Unter diese zählt 
man Carlo Garofalo, als den besten, der sogar an den 
Hof Karls IL, Königs von Spanien desshalb berufen wurdew), 
dessen Periode aber bald voriiberging. 
Dritter 
Zeitraum. 
Michelangelws 
Nachahmer. 
Nach den fünf genannten Meistern waren die Florentiner an 
grossen Mustern so reich, dass sie zu ihrer Förderung nicht 
auswärts in die Schule zu gehen brauchten, sondern Wnur das 
Beste ihrer Meister wählen durften  z. B. Mi c h elan g 310 e s 
Kraft, Andre a's Anmuth, Rossits geistige Munterkeit, Für- 
bung und Gewandung Portfs, und Yinciw Schattenge- 
L 
75) E! war eigentl. blns ein Malen auf Spiegelglas, um die Fu- 
gen der Glßilnfeln zu verstecken, wie man im Palast R1 ccardi zu 
Florenz sieht,  Q. 
76) Bellari vüe de' pittorz" ec. p. 392. L.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.