Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1285931
Vinci , 
Buonarroli 
159 
(T0. III. p.  Aus dieser Schule scheinen Goro, Bern- 
ardo di Francesco, und die Reihe der lngesuati zu 
stammen, deren llleisterschaft zu S. Lorenzo und anderswo sehr 
von den Florentiner Geschichtschreihern erhoben wirdJ S. Jlln- 
reni P. VI, p. 41. Nachher blühte diese Kunst in Arezzo 
durch Parri Spinelli, einen Schüler Ghihertißs. Um 
dieselbe Zeit lebte in Perugia der Münch von Cussino D. Fran- 
cesco, der zwar nicht Glasmaler daselhst, aber Meister war; 
Illanche vermuthen, Van nucci habe seinen Unterricht benutzt, 
wiewol die Zeitrechnung diesem nicht zusagt. Auch in Vene- 
dig blühte diese Kunst um 1473, wo nach Bartolommeo 
VivarinPs Zeichnung ein Fenster in der Johannes- und 
Paulskirche, und ein anderes in Muranu gemalbwaril. Die 
Kunst, Glas zu malen, durfte da nich tfehlen, wo es erfunden 
ward. 
Mit der Zeit zwar wurden die Venezianer und Florentiner 
Gläser allzu dunkel zu diesem Zwecke befunden, und man zog 
ihnen die Französischen und Englischen vor, die wegen ihrer 
Klarheit und Durchsichtiglreit besser zu färben waren, ohne 
allzu grosse Liehteinhusse. Ferner brauchte man statt der mit 
Harzen und andern Beimisehungen angcricbenen gebrannte 
Farben, wie sie Vasari beschreibt, wodurch die Gemälde leb- 
hafter wurden und der Witterung mehr trotzten. Dies war 
eine Niederländische, oder vielmehr Französische Erfindung; 
wir wenigstens haben sie aus Frankreich. Bramlante berief 
dortbu- die beiden oberuiähnten Künstler, welche ausser den 
Fenstern im vaticanischen Palast mit gebrannten Farben, die 
bei der Plünderung Bonus unter Clemens VII. zerstört wurden, 
noch zwei in S. Maria del Popolo machten, auf jedem sechs 
evangelische Geschichten. Sie sind nach drei Jahrhunderten 
noch ganz frisch. Nicht lange darauf starb Claude zu Rom, 
Guillaume überlebte ihn viele Jahre, und lebte nachher fast 
immer in Arezzo. Hier arbeitete er auch für die Hauptstadt, 
irelche ein Glasgemäldc von ihm in der Capelle Capponi in S_ 
Felicita aufweiset; und lehrte die Kunst dem Pastorino von 
Siena, der sie trefflich in dem Königl. Snale des Vaticang nach 
Vagifs Zeichnungen, und im Dom zu Siena übte, Er wird 
für den besten Schüler jenes Meisters gehalten. Maso Porro 
und Michelangelo Urbani, beide aus Cortona, und Bu-
        

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