Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283859
Vorwort. 
XIX 
lingstag, ging er über die Erde dahin, und was 
auch von seinen ausgestreuten und befruchteten 
Keimen aufging in verschiedenen Strichen und 
schöne einzelne Blüthen und Blumen trieb, I-I0eh4 
muth und Vermessenheit des Wissens und Klü- 
gelns, trutziges, ja W01 verruchtes Haften an Eine 
zelheit, Schein und Form, Muthwille, Leichtsinn 
und frevelhafte Gemeinheit wie sittliche Aufge- 
löstheit der Zeit waren nicht geeignet, sie zu pfle- 
gen, zu mehren und zur Zier Eines grossen Gar- 
tens heranzuziehen. Und so ist von nun an (lie 
Geschichte 
der 
Ital. 
Dlalerei 
ein 
Auf  
und 
schwanken in jenen beiden Hauptrichtungen, oder 
ein Herausfallen aus ihnen, ein Sinken unter sie. 
Hiemit sollen nun die leuchtenden Puncte und 
Streben dieser Zeit, ein Paolo Veronese, Ti- 
zian, Coreggio, Giorgione, Guido Reni, 
Domeniclnino, Albani und die man noch auf- 
zählen kann, als Förderer der Technik und Ver- 
treter dieses oder jenes Grundbegriffes der Male- 
rei, dieses oder jenes Verzugs in Bearbeitung der 
einzelnen Momente derselben, keineswegs herab- 
gesetzt werden. Vielmehr, nachdeln bemerkt wor- 
den , dass in gewaltsamer Zersplitterung und 
Scheidung, oder in Vorliebiger Pflege und Bearbei. 
tung eines besondern Elements keine Kunst gedei- 
hen, kein Kunstwerk zu Tage gefördert werden 
könne, dürfte, unseres Erachtens, durch Erwägung 
und Würdigung des rühmlich Geleisteten, durch 
Stellung und Gruppirung der Meister, je nach dem 
in einem jeden vorherrschenden  oft mächtigen 
b 2
        

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