Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1285846
150 
F lorenliner 
Schule. 
Zweiter 
Zeitraum. 
zu weit führen, dem Vasari zu folgen, der hier und da in 
seinem Werke andere aus jener Zeit nennt, die jetzt in Ver- 
gessenheit gerathen sind, und hier angeliihrt werden könnten, 
Ich schliesse daher das Verzeichnis mit zwei berühmten Na. 
men, Perino del Vaga, der noch öfter genannt werden 
wird, und Toto del Nuuziuta, welchen die Engländer un- 
ter die besten Italiener rechnen, die in jenem Jahrhundert auf 
ihrer Insel malten, der aber, wie nicht wenig andere 67), uns 
beinah unbekannt geworden ist. Von einem gemeinen Maler 
erzeugt, bildete er sich treliliclu" und Perino selbst hatte in 
Ghirlandajtf s Schule keinen Mitbewerber, den er mehr 
fürchtete, als ihn. 
Diesem glücklichen Zeitraume fehlte es nicht an manchen 
guten Landschaftern, wenn gleich diee Kunt, abgesehen von 
den Figuren, nicht sonderlich in Aufnahme war. Vasari lobt 
darin besonders einen Antonio di Donnino Mazzieri, 
Franciabigioü Schüler, einen kühnen Zeichner, erfimb. 
88m in Pferden und Landschaften. 
Nach Morto da Feltro und Giovanni da Udine 
waren die Grottesken sehr Mode geworden. Jene beiden hat. 
ten in Florenz gearbeitet, vorzüglich der zweite, welcher für 
die Mediceische Familie den Palast und die Capelle des heiL 
Lorenzo chmückte Von Mortoöß) lernte (ließe Kunst An- 
L 
67) Um die Zeit, in welcher Michele lehrte, lebte in Spanien 
ein Florentiner Tommaso; sein Bildnis mit der Jahrszahl 1521 in 
einem K. Palast zu Madrid führt (Jonca (Tlz. l. S, 90.) an. So 
gieht es auch im Herzogl. Palasle zu Alva (irolteskensalnmlungen, die 
Tommasn gefertigt haben soll, und dabei heisst es Tlz. 2. S. 362, 
"Dieser Künstler ist mir ganz neu; doch sieht man in seinen GmL 
tesken ganz die Art der Söhne des Bergamasco n. a. w. " Ich 
begreife nicht, wie Collca den neu nennen konnte, den er Schau 
anderswo erwähnt hatte; noch wie der, welrher 1521 malte, in der 
Art derer malen knnnte, die 1590, als ihr Vater starb, noch Jüng. 
linge waren. L. 
68) Vnsuri sagt im Leben lllortoßs, er sei nach Florenz ge- 
kommen, weil er in Figuren wenig leistete und folglich vnn Vi nci 
und Michel an gelo lernen wollte, liesn sich aber Iiuricln die Schwie- 
rigkeit lßhreßkgn und kehrte wieder zu denßrulteslcen, Ich werde 
nu einer andern Sielle einen ungedrurkteii Beweis seiner Geschick- 
lichkeit in Figuren anführen; und würde die nirht braurhen, wenn 
MortoH schönes Bildnis in der K. Gallerie zu Florenz von seiner 
Hand wäre, wie man glaubt. Ich halle es aber für das Bild eines 
Unbekannten, der, wie ich an andern Bildnissen gesehen, sich mit
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.