Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1285837
Vinci , 
Buonarrßti 
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Nachdem er also seinen Styl schon dem neuen zugebildet hatte 
und somit berühmt geworden war, suchte er Iveitcr nichts, und 
malte mehr aus Liebe zur Kunst, als aus Gewerbtrieb mit 
Eifer fort. Er nahm jeden Künstler in sein Arbeitszimmer 
auf und versehmähte nicht, sogar diejenigen zu leiten, welche 
Thnghimmeldecken, Schränke und Vorhänge malten, geschweige 
denn Zimmer- und Kirchenmaler. Daher in der Geschichte 
viele, die um die Hälfte des löten Jahrhunderts lebten, ent- 
weder als seine Schüler oder Freunde gelten; von welchen ich 
hier im kurzen eine Uebersicht gebe. Miehele di Ridolfo 
nannte sich nach ihm, weil er aus Credi's und Soglianüs 
Schule zu Ghirlandajo übcrging, und bis an seinenTod 
ihm Freund, beinahe Sohn war; Sie. arbeiteten viele Bilder 
zusammen aus, die unter ihrem Namen bekannt sind, darun- 
ter die heil. Anna im Dom von Citta di Castello, ein durch 
anmuthige Zeichnung und Farbcnkräftigkeit sehr schönes Bild! 
Darin war Michele ganz besonders stark; denn er arbeitete 
lange für sich an Wandgemülrlen über einigen Stadtthoren, und 
mit V asari, den er zum Gehülfen nahm. Sehr lieb musste auch 
unserm Ridolfo Mariano da Pescia seyn, weil, als der 
llleister die Capelle der Signoria im Palazzo vecchio ausgemalt 
hatteyein Werk, das ihm viel Ehre machte", er wünschte, 
dass das Bild daselbst von ihm gemalt würde. So sieht man 
denn von ihm eine heil. Familie in gründlichem und doch lieb- 
lichem Geschmack; das einzige Bild dieses Künstlers, der in 
seiner Jugend starb. Sein Stamm war Graziadei, wie mir 
Sei" lylitbürger, Innocenzio Ansaldi, unter andern mit- 
thcilt, , ein Schriftsteller,  der in Prosa und Dichtung würdig 
über Malerei geschrieben hat. Aus derselben Schule ging Carlo 
Portelli da Loro in Val-"larno hervor. Er malte viel 
für die Stadt, und zuweilen nicht sonderlich harmonisch; Va- 
sarißs Zeugnis, jedoch und sein Martyrthum des heil. Römu- 
lus, das noch in der Santa vorhanden ist, erweisen ihn als 
tüchtigen Künstler. Von Antonio del Cerajuolo, einem 
ebenfalls (lenkwüraligen Künstler, ist nicht viel mehr übrig, als 
sein Name. Mirabello da Salincorno, der an Buonar- 
rotiss Denkmal arbeitete, legte sich auf Zimmergemiilde, und 
man führt von ihm eine Verkündigung bei den Herrn Baldo- 
vinetti an, mit seinem Namen und dem Jahre 1505. Es würde
        

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