Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283847
XVIII 
Vorwort. 
u nd 
kritische 
die 
Macht 
und 
Gewalt 
in 
der 
Kunst 
ihre Vertreter gefunden hatten, dass vermöge der 
Anziehung, welche Kraft und Schönheit zu üben 
geeignet und bestimmt sind, die Folgezeit der 
Kunst in diese Bahnen geleitet sie verfolgte, We- 
niger jedoch, wie denn jener Einklang und Schmelz 
alles Göttlichen und Menschlichen , worin die 
Schönheit sich offenbart, eine nur allzuleicht Ver- 
Wirkbare Bevorrechtung ist, die von Raffael so 
unabirrbai- sicher eingeschlagene und verfolgte. 
Denn von ihm darf man Wohl sagen, wenn an- 
ders der Mit- und Vollgenuss des im Menschlichen 
gefassten Göttlichen zum Vllorte kommen darf 
und kann, dass er gerade durch die stille, un- 
schuldige Liebe und Berührbarkeit für das an- 
heimelnde Nahe jedes (lxegeilsltanrles und jeder Er- 
scheinung am ersten in ihr Inneres eindrang, sie 
sich am ersten und am innigsten aneignete, am 
wenigsten jene urheilige Umarmung von Sinn und 
Gegenstand, von Anschau und Gefühl trennte, und 
wo er es, behufs der Darstellung, musste, kraft 
der Lebendigkeit und Gegenwärtigkeit der in ihm 
Waltenden Idee in seinem Werke sie mächtig lic- 
bend wieder vermählte. Hierauf dürfte W01 am 
Ende Alles beruhen und zurückkomlnen, Was man 
an ihm als musterhaft rühmt, wie die ausschlicss- 
lichsl; besondernde und doch durch zarte, 11516118116 
und natürliche Motive tiefst bedeutsame, erhe- 
bende, Gefühl und Anschau erwiirmende und be- 
schwingende Charakteristik. 
Aber kurz und flüchtig, wie ein schöner Früh-
        

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