Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1285712
Vinci , 
Buonarroti 
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Mariotto Albertinelli, Baccio's Mitschüler und 
Freund, Genoss in Arbeiten und Strebungen, war auch Nach- 
eiferer seines ersten jugendlichen Styls und näherte sich ihm 
auch in manchen YVerken. Sie scheinen aber zwei aus einem 
Quell ausströmcnde Büehe, deren einer ein Fluss wird, der 
sich sehen lässt, 'der andere ein königlicher. In Florenz hat 
man Gemälde, die beide zusammen fertigten, und bei dem 
March. Acciaiuoli ist auch eine Tafel von lllariii Himmelfahrt, 
deren oberer Theil von Baccio ist, die Apostel aber und was 
sonst noch unten, von Mariotto seyn sollen. In manchen 
Bildern hat er etwas Trockenes, wie in dem des H. Silvestro 
auf Monte Cavallo zu Rom, wo er den H. Dominicus und die 
H. Katharina von Siena um den Thron der Maria malte. Dess- 
halb muss man ihn in Florenz kennen lernen. In S. Giuliano 
hat er zwei Bilder gemalt, welche durch Kraft der Farbe und 
viele Nachahmung des Styls von Frate bedeutend sind. Ueber 
allen steht und seinem Vorbild am nächsten ist der Besuch, 
der aus der Congregazione de, Preti in die K. Gallerie, ja an 
den ehrenvollsten Platz derselben kam, in die Tribune. Be- 
rühmt ist Albertinelli auch durch zwei Schüler geworden, 
Franciabigio und Innocenzio da Imola, von welchen, 
als Zierden ihrer Schulen, ihres Ortes gehandelt werden wird. 
Vor beiden noch finde ich Visino gelobt, der wenig und nur 
für Privatleute in Florenz, viel in Ungarn arbeitete.  
Zöglinge F. Bartolommeow und aus seiner besten 
Zeit, nicht mehr aber durch zuverlässige WVerke bekannt, wa- 
ren Benedetto Cianfanini, Gabriele Rmstici, und 
ein anderer, der seinen Namen erbte, genannt Cecchin del 
Frate. Eine bessere Erbschaft thal: sein Genoss und Schü- 
ler F. Paolo da Pistoja, von seinem Vaterland mit einer 
Denkmünze geehrt, die ich mit Denkmünzcn anderer berühmter 
Pistojesen beim Dr. Visoni sah. F. Paolo erbte alle Stu- 
dien P ortofs, daher er nach dessen Zeichnungen mehrere 
Gemälde in Pistoja ausführte. Eins befindet sich am Hochal- 
tare der Pfarrkirche S. Paolo. Diese Zeichnungen kamen spä- 
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