Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1285646
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F lorentiner 
Schule. 
Zeitraum. 
Zweiter 
einer Zeichnung Mich elangeloßs den Raub des Ganyme- 
des; wie auch ein anderer that in einem kleinen Bilde, wel- 
ches Argenville beschreibt, und in einem grösserxi zu Rom 
bei den Colonnesi; auch in Miniatur führte es Giuli o Clovin 
aus. S0 arbeitete auch zu Florenz Pontcrmo die Zeich- 
nung Venus und Cupido aus, und den Carton des der Magda- 
lene erscheinenden Christus; welche Arbeit er für Gittai di 
Castello wiederholte, weil Buonarroti gesagt hatte, dies 
könne niemand besser, als er. Eine andere Zeichnung von 
ihm malte Franceseo Salviati, und einige von ihrn 
gezeichnete Figuren Bugiardixii, wie wir bereits sugtegL 
Dies sind die Nachrichten, welche uns Vasari überliefert 
hat; und gewiss Willi) er zu tadeln, hätte er von Michelan- 
gelws Zeichnungen und von denen, welche sie ausführten, 
so umständlich gesprochen, dabei aber verschwiegen, dass gl- 
selbst einige ausgeführt. Daher halte rman die Verkündigung, 
die Geisselung, oder was noehxfüi- Oelgemälde bei Bottai-i, 
Argenvillc, und in einigen Bilderverzeichnissen für Werke 
von ihm ausgegeben werden, nicht sogleich für ächtl Wir 
haben seinen Widerwillen gegen diese Art von Malerei kennen 
gelernt; wir lesen, dass er noch bei seinem Leben einen andern 
zu dieser Arbeit anstellte, und wissen , dass auch nach Seinem 
Tode Künstler seine Zeichnungen brauchten, wie denn Sabb n- 
tini that mit einer Pietät für die Saeristei in der Peterskirche, 
die von einem andern Künstler in liladonna de' Monti wie- 
derholt wurde, und so andere von Baglicne angezeigte_ 
Welcher Aechtheit wollen wir denn mistranen, wenn wir so 
leicht Oelgemälde von Michelan gelo annehmen? Auch die 
Bildnisse Buonarrotfs, die man ihm beilegt, halte ich für 
unächt. Vasari kannte nur das von Ricciarelli in Bronze, 
und zwei gemalte, eins von Bugiardini, das andereevnn 
Jacopo del Conte. Von diesen scheinen jene ältesten und 
bekanntesten abzustammen, die in der K. Gallerie, in der B11- 
dersammlung des Campidoglio, im Palast Caprara zu Bolognn, 
bei Zelada in Rom aufbewahrt werden 55). 
55) Buonarruti": 
von Longhi. 
Bild 
ist 
gestochen; 
Q. 
unzähligemal 
8m 
besten
        

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