Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283819
Vbrwort. 
XV 
fülle, Geistes- und Gemüthsausmlruck auflöste, und 
somit die Kunst in B erlinghieri, Guido von 
Siena, Tiafi, Theophanes , Buffahnacco u. 
s. w. dälnmerte. Zwei J ahrhunalerte dauerte die 
Göttcrkindheit der Malerei, wo mehr Einfält, Un- 
schuld und frolmnes Gefühl vorherrschten , und 
Leben und Seele sich auszusprechen rangen, ver- 
hältnismässig mehr oder minder unbeholfen und 
knnstunfertig zwar, aber immer sinnig, bedeutsam, 
frisch und kräftig. Cimabue und Giotto, wie 
das glaubeselige unschuldige Gemüth des zarten 
Fra Angelico Ficsolano , lllasaccio und 
Mantegna werden hinreicheu, diesen Zeitraum 
in seinen einzelnen geschichtlichen Entwickelungs- 
momenten zu bezeichnen, obwol damit den Ode4 
rigi, Orcagna, Lippi, Gaddi, Colantonio, 
Gozzoli, Ghiberti u. s. w. bis Perugino nichts 
entzogen werden soll. Ganz naturgemäss aber 
und in Folge des Entwickelungsganges ist, dass in 
dem Maase, in Welchem hier das Innere verwalte- 
te, das Aeussere zurückbleiben musste, mithin das 
ilrsprüngliche Auseinandergehen und Scheiden der- 
selben, gleichsam eines Punctes, zunächst sich als 
Linie ausspricht und diese der Ausdruck der fort- 
schreitenden Bewegung ist. Daher wird das Starre, 
Spiessichte, Wincklichte, Schroffe, die Fläche und 
Breite mehr Suchende, als Begränzende , wie das 
unselbständig achse- und haltungslos Schwebende 
nicht befremden. Das Kreisige, und mittels der 
in sich aufgenommenen Tiefe Kugelige wird an- 
fangs noch immer untergeordnet bleiben. Es wird
        

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