Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283800
XIV 
Vorwort. 
wird, ein Bild in einen Begriff ilbersetzbar seyn? 
wenn ein Gedanke Liehtkörper werden kann, ein 
Lichtkörper wiedei- Gedanke werden können? die 
Thatsaclue That und Plandlung? Leider aber ist die 
Geschichte der Malerei zu einer Nekrologie der 
Maler" und Schulenanatomie geworden, welchen 
Leben 'und Bewegung fehlt, so dass das Gesetz 
derselben, die Systole und Diastole, die Veräste- 
lung und V ergliederung der Organe und Systeme, 
nicht erkannt wird. Dass aber nur so ein leben- 
diges Anschaun und Wissen möglich werde, wird 
wol kein Unbefangener läugnen. 
Es ist nämlich, unseres Bedünkens, nicht zu 
verkennen, wie jener anfängliche oljen angedeu- 
tete embryonische Zustand der neuen Malerei sich 
in einem chaotischen Gewilnmel von lllusievarbeiten, 
und sogenannten nicht von Händen gemachten 
(äxezpwmuyroig), später-hin Lukasbildern, aussprach, 
Welche sich, trotz der im vierten Jahrhunderte ein- 
gerissenen Zerstörungswuth, erhielten; wie den Bil- 
derstürmern im Orient die Bilderdiener im Abend- 
lande gegenübertraten, welches letzere nun Zu- 
fluchtsland der Künstler Ward; und wie in und 
mitldieseln, durch Kreuzzüge, Handel, Kirchenei- 
fersucht gesteigerten Gegensatz das Rohe, Typische, 
gleichsam Dogmatische, z. B. ein Heiland mit Kö- 
nigskrone und vier Nägeln, eine Madonna mit dem 
Kinrle u. s. W.  Rumohr nennt dies bis in 
Einzelheiten durchgreifende Stereotypische, diesen 
Krystallkern Styl  ja des Starre, Unbeholfene, 
Dürftige allmälig erst sich in Bewegung, Lebens-
        

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