Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1285373
der 
Kupferstecher - 
oder 
Holzschneidekunst. 
103 
eben dem Konrad Schweynheim, welcher die schöne R6.- 
mische Ausgabe des Ptolemäus besorgte. Aus der Vorrede 
eines Ungeuannten erfährt man, dass Konrad drei Jahre mit 
dieser Arbeit zubrachte und sie unvollendet liess, wesshalb sie 
denn Arnold Büeking fortsetzte und 1478 herausgab, wie 
schon bemerkt worden. Die Karten sind mit bewundcrnsivür- 
diger Zierlichkeit gedruekt, und mittels der Presse, wie nach 
Raidel Meer mann S. 253 bemerkt, und alle Biicherkundige, 
Man vermuthete, Konrad habe die Arbeit um 14'472 angefangen; 
gewiss ist nach dem Zeugnis Calderincfs, der das Werk 
und die Karten corrigirte, dass diese bereits 1475 gedruckt 
wurden n). Dass der Stich von Konrad's_ Hand sei, nehmen 
Einige an; wiewol der Vorredner nur sagt, dass er animam, 
ad kam: docfrinam (die Erdkunde) capressendam applicuit, suöe 
imle mathematicis udhibitis viris quemadvnodum taöulis aeneü 
impriynerentur, edncuit 53), triennioque in hac cum consumptq 
diem abiit. Auch ist sehr wahrscheinlich, dass er wie zu .Ver- 
besserung des Drucks ltaliener brauchte, so auch beim Stich 
mindestens von einigen Italienern unterstützt worden. Hier 
will ich nun nicht unbemerkt lassen, dass Botticelli in Rom 
Lust zu dieser neuen Kunst bekommen haben lißnllfß; dem! 
kaum war er um 1474 von dort zurückgereiset, so stach er 
mit dem Eifer, den Vasari beschreibt, Kupfer zu Büchern, 
und war in der That der Erste, der ganze Figuren und 596mm 
stach"). Dass aber seine Stiche nicht so vollendet sind, rührt 
vielleicht daher, dass man noch nicht Kupfer und Buehstßbßlls 
oder Text auf Eine Seite zu drucken verstand; dass die Pfßiiß 
und das bessere Verfahren Deutscher Drucker noch nicht bü- 
kannt wer. Wie dem auch Fels 50V"?! ist gewlssa dass "wie" 
Muffe i Verand illustr. 
53) Nämlich in Rqm, wo er auch die Kunst, Bücher Vzu drucken, 
lehrte, wie man eben in der Vorrede lieset. Diese dreht sich im- 
mer um Römische Angelegenheiten, und es wäre lllllliill, darin die 
allgemeine Geschichte der Buchdruckerei und Kupferltecherei ltalieni 
gu suchen. Schweynheim mag also in Rom die Kunst gelehrt 
haben , Kupfer mit der Preise zu drucken, ein Anderer konnle in B0- 
logna nie roher und in Weichereln Metall zu drucken gelehrt haben. 
L. 
 54) Nicht doch! Die Krönung der Jungfrgu vpn Finiguerra 
in ja eine Scene von vielen Figuren.  
        

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