Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1285320
98 
ill. 
Absclymnitt. 
Ursprung 
Fortgßng 
denn Bottieelli ungefähr -um 1474, etwa in seinem 37sten 
Jahre, Stecher; und Baldini, der alles nach Sandrwschen 
Zeichnungen machte, war auch Stecher. Zu ihrer Zeit trieb 
auch Antonia Pollajuolo die ICupferstecherei, und zwar 
mit mehr Geist. Von ihm sind uns sehr wenig Stiche übrig, 
darunter die berühmte Schlacht der Nackten, der letzte und 
,nächste Schritt zu Michelangeloü; wildem Style. Diese 
Arbeiten sind ungefähr in das Jahr 1480 zu setzen; denn 
durch sie ward er berühmt, und in Folge dessen 1483 nach 
Rom berufen, um Sixtus des IV. Grabmal, der in diesem Jahre 
gestorben war, zu fertigen. 
Mantegnn ferner, der in Rom die Capelle Innocenz 
des Vlll. um 1490 malte 47), muss nach Vasnri von diesem 
Jahr an, oder dem vorigen, also ungefähr dem öOsten seine; 
Alten, Kupferstebher genannt werden. Von da an lebte er 
noch sechzehn Ihhre. Und in dieser Zeit soll er also die un- 
geheuere Menge Kupfefplatten gestochen haben, die man auf 
fünfzig angiebt 49)  und dreissig darunter scheinen unbcstreite 
   
47) Ta j a: descrizioue de! paluzzn valivnno p. 404. L, 
48) Vierzig tinde ich angeführt, von einigen arrdern nicht heraug- 
gegebenen habe ich Kunde Zani S. 142. versichert, die wahren 
und wirklicher: heut zu Tage diekannten Stiche von Mülllegnas. 
Hund heläufen sich nur auf zwanzig und haben fast alle wenig Figlh 
ren. Diese Behauptung ist nicht allein mir, sondern Allen, die ich 
schriftlich und mündlich darüber befragt, neu vorgekommen. Auch 
sehe ich nicht. ein, wie man sie zugeben kann, da Sc u. rd eon e, Man- 
gegnnw Mitbürger, Zeitgennss und Sammler seiner Kupferwerke, 
den Zani anführl, bezeugt, Mantegnu habe rrmmnns lrfumplm, 
gestorben, el festa Bnccki e! marinos dass; ilerlz drpvsilfonen; 
Christi de cruce et callnrrntiunem in skpulcro, Stiche mit mehrern 
Figuren, die sich auf ein Dutzend belaufen; worauf er hinzusetzt e; 
nlin permulm, Ein so gewichtiges Zeugnis zu widerlegen, führt 
Zani nur Scardeoneh folgende Worte an: eae modo tdbellag 
iin maxima um! existimaliane et a paucil Iuzbenlur; nnvem (amen 
er Iris npud nos sunl, rmmes diversue. Also gesteht dieser Schritt- 
lleller trotz seinem et alfa permulla, dass er nur 9 Stiche seines 
Mil-hürgers besassii Freilich wol, erwiedere ich; er bekennt seine 
Arrnulb, zugleich aber auch den Reichthum anderer Sßmmlungen; 
warum sollen wir denn an die erstere glauben, an den letztern nicht! 
Ich meinerseits glaube dem Geschichtschreiber; zviveifelt ein Anderer 
und fürchtet Uebertreibung, vielleicht wegen Verschiedenheit de; 
Slyls mancher Blätter, so werde ich daraus schliessen, nicht das. 
sie von verschiedener Hand sind, sondern von Einer, die nur an- 
der's in den ersten, und besser in den letzten arbeitete, Weicher
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.