Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283780
XII 
Vorwort. 
lichkeit herausstellend, bis es nun gilt, die schein- 
bar triumphirende, mit der der weltlichen Macht, 
abgenommenen Beute heldisch siegprangende Kir- 
che" naehbildend zu verherrlichen; wo sie denn 
sich selbt an die Form veräussert, von Bravur zur 
Manier übergeht, in scharfen, dickichtartigen Ab- 
stichen (man-eine) prachtsiichtig, aber geist- und 
gehaltles wird, ja zu verseheiden droht, bis end- 
lich in demselben Lande, dessen iippigere Natur 
und Menschenwelt jene Metamorphosen vorzüglich 
zu fördern geeignet War, auf demselben Boden, 
der deutsche Ernst liebentl die dem iVIittelpunct 
entfliehende zu ihm zurüekzulenken strebt, an- 
fangs zwar fanatisch befangen, mehr in sich selbst 
und in seinerfast in Manier umsehlagendell Ge- 
müthlichkeit brütend und schwelgend; bald aber 
der Natur treufromm wieder zugewvexidet, die Rech- 
te und den Rhythlnuskder Form, wie deren An- 
Walte und Nachbildner, ehrend. "Wie und 0b nun 
hiemit ein freieres, heitereres, umfassenderes Stre- 
ben sich offenbare und der in der Poesie und Ge- 
schichte der Vorzeit und ihren Vorbildern sich 
weit ergebende Geist auch die Blüthe der lilitwclt 
zu ergreifen und im Bilde festzuhalten verspre- 
che, 0b und Wie so eine neue Aera der Kunst 
nicht nur, sondern überhaupt, wenn so zu sagen 
erlaubt ist, einer plastischen, das Einzel- und 
Weltleben selbst zur Kunstwelt umgestaltendeu 
Bildung sich ankündige  dies zu schauen bleibe 
denen überlassen, welche ruhig durch den WVech- 
sel, das Gewirr und die Alicerstrebungen der Mit-
        

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