Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1285171
der 
Kupfertecher - 
und 
Holzschneidekunst. 
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Papier weiss man nicht gewiss, ob auch nur einer vorhanden, 
ausser der Himmelfahrt, welche Abt Z ani im Nationalmuseum 
zu Paris sah und 1803 herausgab"). Ich setze noch die Epi- 
phanie dazu, nicht in so grossem Styl zwar gearbeitet, aber 
orgfültiger, die ich beim Senator Martelli gesehen, und wovon 
noch ein Exemplar bei Seratti ist. Dem Style nach kann man 
dies Blatt für Finiguerra, und vor der Himmelfahrt gear- 
beitet halten. Man hat gezweifelt, ob die K. Gallerie auch 
ein Exemplar habe. Darüber mögen Einsichtigere entscheiden. 
In der Durazz crschen Sammlung finden sich Abdrücke von vie- 
len, sämmtlich unbekannten Silberarbeitern; und die Entdeckung 
vieler verdanken wir Antonio Arm anno, einem grossen Kupfer- 
stichkenner, dessen an einem andern Orte gedacht werden oll. 
Er schloss nach Anleitung derangeführten Va sari-"schen Stelle, 
siekönnten, der Aehnlichkeit wegen, wol mit Federzeich- 
nungen verwechselt worden seyn, suchte darnach in rnehrern 
Sammlungen, erkannte, und schaffte sie für seinen Gönner, den 
Grafen Giacomo, an.  i   
Viele darunter rührten von der sehr alten Gallerie Gaddi 
in Florenz her, und sind von schlechtem Künstlern, als Fini- 
gu er ra, zwei ausgenommen, die eines so gefeierten Grabstichels 
nicht unwürdig sind, Zu diesen kamen nachher mehrere an- 
dere aus verschiedenen Schulen Italiens. Zuweilen verräth die 
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und flach. Als ein auf der Oberfläche sehr polirtes Stückchen davon 
ahliel, entdeckte _man den Stich auch in den feinsten Linien; wie 
wider Erwarten mehrere Künsler und Druckverständige sahen. Diese 
glaubten, die Täuschung rühre her 1) von der Feinheit des Stichs 
mit der Nadel, oder dem Grabstichel, welcher sich im Ueberlragexi 
von der Platte auf die Erde und von dieser auf den Schwefel doch 
immer vermindert; 2) von der Dichtigkeit der Tinte, die in den 
Furchen oder Vertiefungen des Schwefels erhartete; 3) von einem 
Ueberzug mit blauer Farbe, welchen man der Arbeit gab, wovon 
hier und da noch Spuren sind, und dßnl, Welchen die zeit 8.11011 Ge- 
mälden und Papieren giebt. Ich zweifle gar nicht, dass ein Versuch 
mit dem Durazzcüchen Schwefelabdruck eben dies Ergebnis lie- 
fern würde. Die äussern Beweise seiner Aechtheit, die Gori an- 
führt, und die Ansicht selbst, die mir noch gegenwärtig ist, erlau- 
ben nicht, an Betrug zu denken. L. 
17) Zani nzaleriali per la staria dell' incisiane, woselbst auch 
eine treue Copie des in der Pariser Bibliothek befindlichen Blattes 
von Maso Fixiignxerra zu sehen, welche fast in allen Büchern 
über Kupferstecherei nochmals nachgestochen ist. Die treuste und 
nach dem Originale selbst gefertigte Copie ist von C Girardet ill 
Duchesne Enai tur los Nielles. L.
        

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