Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283775
Vorwort. 
X1 
Moment in das Christenthum eingetreten ; und eben 
der Katholicismus, als Romanismus oder Papstthunx 
besonders, ist dies Moment des Eleidenthums im 
Cln-istenthum, das Profaniren des Mysteriums und 
zugleich des letztern Schicksal; wie denn, dein 
Weltgesetz gemäss, das Ueberlxxriegen nach Einer 
Seite hin gestörtes Maas wird und sich selbst auf-  
liebend einer andern hervortretenden Seite der  
Idee Platz macht. War aber, diesen hier angedeu- 
teten Entwickelungsmomenten gemäss, die Male- 
rei die dem Christenthurn eigenbehörige Kunst, so 
hält sie auch in ihrer Entwickelung diesen Typus 
und Schritt mit der Grundanschauung, deren Ab- 
und Nachbild sie ist. Dunkelt ilämlich im by- 
zantinischen Style die heitere, frische Farbenwelt  
des Heidenthunls gleichsam nach, so glimmt sie, 
Wie am Niederrhein, so in dem licht- und farben- 
üppigen Lande Italien wieder auf in Guido von 
Siena, Cimabue, Giotto, gewinnt allmälig durch 
Dichten und Sinnen, wie durch Denken und Wis- 
sen allenthalben kiihneren, bis zur Schönheit ge- 
mässigten Umriss und Gestalt, erst in gleichsam 
 jungfräulicher Schamhaftigkeitvund Scheu das Syna- 
bßlische, Unerschlossne festhaltend, dann ies als 
ein vin den allgemeinem, rein menschlichen Ver- 
hältnissen der Familienpi-etät Wehendes und We- 
bendes aussprechend, diese hinwieder in ihren 
zarten und mannichfaltigen Verzweigungen und 
Verästelungen und Schicksalen als Ileiligen - und 
Märtyrergeschichte , mit immer gliihenderer Liebe 
und Ueppigkeit, oder auch mit tieferer Gemütli-
        

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