Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1285118
der 
Kupferstecher - 
und 
Ilolzscluneidekxlnst. 
77 
gestritten. Die ersten haben sie von den Spielkarten ab- 
geleitet, welche ,zu Zeiten Karls V. in Frankreich erfunden 
seyen; die zweiten behaupten; sie seyen viel eher, schon vor 
1300, in Deutschland Mode gewescnz). Gegen diese Meinun- 
gen erhob sich zuerst Papillon in dem Traite histor. et 
prutique de la gravure en bois. Pur. 1766. 8. 2 B. und einem 
Supplenzentbande, wo er diese Entdeckung Italien wieder ret- 
tete, und die ältesten Versuche darin in Ravenna um das Jahr 
1285 finden wollte. Seine Erzählung ist in der Vorrede zum 
fünften Bande des in Siena gedruckten Vasari mitgethcilt, 
aber so schwer glaublich, dass ich lieber davon Schweigen 
mag. Viel wahrscheinlicher hat Tir abos chi hierin für Ita- 
lien gesprochen (St. letter. T0. VI. p. 1194.) Hinsichtlich 
der Karten führt er eine Handschrift von Sandro di Pip- 
pczzo di San dro an, die den Titel führt: ll-attato de! 
governo della fanziglia. Das Werk ist von l29t9, und wird 
von den Verf. des Cruscawörterbuchs angeführt. Also waren 
die Spielkarten unter uns eher, als sonstwo, bekannt; und 
geht die Holzschneidekunst davon aus, so dürfen wir auf diese 
Erlindung Anspruch machen. Wahrscheinlich aber begann sie 
nicht so früh: die ältesten Spielkarten waren wol mit der Fe- 
der gearbeitet und von Fleinmalern colorirt; ein ursprünglich 
französischer Brauch, der auch in Italien zur Zeit des Filippo 
Maria Visconti, Herzogs zulMailand, nicht ganz untergegan- 
gen wara). Die erste Angabe von gedruckten Spielkarten 
findet sich in einem Beschluss Venedigs vom Jahr 1441, wo 
2) S. v. H eineken ide'e gänerale d'une cnllection campläte dwsmm- 
pes avec uns diss. sur Porigine de In grnvure: Leips. 1771. p. 239172 
und, weil man Pspillon nicht überall trauen kann, p. 150. Mit 
Heineken stimmt auch Huber in seinem Manual ecc. p. XXXV. L. 
(Ein Verzeichnis der hieher gehörigen Schriften I. in S ulzer" s 
Tlzearie der sclz. K. Art. Formschneiden und Iifzilz: chneid.) 
Matcriali per scrvire alla smria dcll" nrvgine ß de" prugressi rielP 
incisinne in rame e in legno ccc. ccc. da D. Pielm Zani Fiden- 
tino, Parma 1802. in S. p. 78. -1Gesrln'clzte der Plolrsrtlzneülelrztlzst 
von den ältesten bis auf die neuesten Zeiten, nebst zwei Beilagen, 
enthaltend den (Jrsprung der Spielkarten  10„ vm, Jgggp]; 
Ileller. Hamburg, 1823. Q. 
3) Murazori rer. 
C, LXI, 
ilal. 
V01. 
lcrfpll 
Fita P14 il. 
Viscanti
        

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