Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1284956
Florentiner 
Schule. 
Zeitraum. 
Abschnitt. 
61 
Hier treten nun andere Gegner auf, welche nicht mit Bü- 
chern, sondern mit Kunde der Malerei und Scheidekunst gegen 
van Eyek, Antonello, und noch unmittelbarer gegen den 
Ceschichtschreiher von Arezzo streiten. Malvasia behauptet, 
mit Bezug auf Tiarini, LipporDalmasio habe in Oel ge- 
malt; die Neapolitaner behaupten dasselbe von ihren Malern 
im dreizehnten Jahrhundert, auf das Zeugnis des Marco von 
Siena und anderer Kunsterfahrner hin. Dasselbe sagen Einige") 
von etlichen Bildern des vierzehnten Jahrhunderts, die in Siena, 
hlodena und an andern Orten vorhanden sind, hauptsächlich aber 
von dem des Tommaso von Modena"), welches im Kaiserl. 
Kabinct, und von uns in der Schule dieses Malers beschrieben 
ist. Man hat diese Bilder mit Feuchtigkciten geprüft, und 
die Farben zersetzt, und geglaubt, es seyen wirklich Oelge- 
mälde. Was man aber auch von Erfahrungen und Versuchen 
hiebei anführe, mir scheint Vasari damit noch nicht des Irr- 
thums überführt zu werden. Es ist nicht schwer, andere Er- 
fahrungen und Versuche entgegenzusetzen, xwelchc die Frage 
aufhellen Ich fange mit Toscana an. In Pisa hat man die 
Farben an mehrern Toscanischen Gemälden, welche man für 
Oelgemläde hielt, von dem geschickten Scheidckünstlcr Bian chi 
untersuchen lassen und gefunden, dass die ältesten, welche sehr 
glänzend waren, Spuren von Wachs yerriethen, was schon in 
den enkaustischen Gemälden gebraucht wurde, und von den 
Griechen, welche Giuntu und die Zeitgenossen unterrichteten, 
an) RaSPe (a. Hi), Valle (Anm a2 Vas. T0. III. p. 313.), 
Tirabusclzi (St. Zelt. T0, VI. p. 407), Varnuzza (Giarn. 
Pis. Tu, 94. p. 220.), S. Morellz" Notiz. p. 114. Dazu ist noch 
der Duminicaner F'ederici gekommen. Spasshaft ist es, dass Tom- 
muso von Modena, oder, wie er meint, von Trevigi, von da die 
Oelmalerei nach Deutschland gebracht, von WO M! Sie sich nach 
Flandern verbreitet habe. L, 
B2) Die gegenwärtig in Wien im Belvedere befindlichen Bilder von 
Tommaso da Modena sind aus der Cnpelle zu Carlstein in Böh- 
men nhnweit Prag genommen und mit Firnis überzogen. Die in 
Cnrlslein selbst belindlichen Genlälde und zwei dieses Meisters, welche 
in der Bibliothek in Prag aufbewahrt werden, haben gar nic-ht das An- 
sehn von Oeigemälden, sondern von Bildern in Teznpem. Das Colorit 
dieses Meisters ist grünlich in den Mitteltinten wie das der Neu- 
griechen und Tommasws Vortrag ist weich. S. Bienen bergs 
Alterlhümer. A gin cou rt bist. du Part par (es monumens. Pcinlm-e 
p, H7. Q.
        

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