Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283751
Vorwort. 
IX 
nisch gleichsam als reiner Existenzbegriif krystal- 
lisirte Welterscheinung gewordene Himmel- 
und Kirchen reich sich frei hinaus, sternenwärts, 
in den reinem Aether des Himmels, als Wolle er, 
die in lViaassen erstarrte, wie schlafgebilndene Be- 
wegung lösend, sich seiner als frei und Wach be- 
wusst werden. Wobei denn nicht zu vergessen, 
dass der de uts ehe Geist namentlich der bauende" 
war. Da nun aber die sämmtlichen Künste einen 
Schwesterreigen bilden, dessen Wandelungen und 
Umsclnviinge das Spiel der Seele sind, sich selbst  
zu offenbaren und in allem Wechselswiederzuge- 
winnen, so hat auch die Bewegung, wodurch die 
Seele sich der Aussenwelt und ihrem Gesetz und 
Inhalte wieder abgewinnt, und in sich zuriickbeu- 
gend jene Selbstentäusserilng wieder verneint, ih- 
ren eigenbehörigen Ausdruck in der Malerei, 
Welche durch Aufhebung der Aufeinanderfolge so- 
gar, als Zeitform, wie durch ihr geistigeres Dar- 
stellungsmittel, Licht und Farbe, also als Liehtgeist, 
mehr ideale Kunst. ist, und somit weltgeschichtlicll 
folgerecht in jener Zeit vorwaltend sich ausbildet, 
Worin der Geist sich der Natur wieder abgewinnt  
und in sich. zurückkehrt: der Zeit des Christen- 
thums. Sie ist somit, wie Kupferlstecherkunst und 
Druck auf ihre Weise, der Uebergang zur spätern 
Vergeistigung im Worte, der Poesie. Das Chri- 
' stenthum nun an sich, als Cultus des Geistes und 
der Wahrheit, als ein Reich nicht von dieser Welt, 
würde. den Künsten überhaupt abhold seyn und, 
gleich dem platonischen wesentlich Seienden, ein
        

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