Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1284825
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Untcritnlien. 
BUChv 
nen übertroffen wurden. So entsprang von einem Vanni, der 
1300 blühte, ein Turino di Vanni, der von 1343 an blühte, 
und ein Nello di Vanni, der im Friedhof mit arbeitete. 
Von diesem stammte nachher Bernurdlo ab, ein Schüler des 
Orcagna, der die Domkirchc mit vielen Gemälden versah. 
Es gab einen Andrea di Lippo, der im Discorsa accade- 
mico su 1a sloria lelteraria di Pisa beim Jahr 1336 erwähnt 
wird; derselbe, wie ich glaube, der von den Meistern, welche 
1346 den Dom zu Orvieto schmückten, Andrea da Pia ge- 
nannt wurde. Von einem Gio. di Niceolö ist. im Kloster der 
H. Martha ein Werk; vielleicht ist auch von ihm das schöne Tri- 
Iitychon (dreiflüglichte Altarbild) im Museo Zelada zu Rom, 
wo unser Herr zwischen dem ersten Martyrer, der heil. Agathe 
und andern Heiligen steht, ,mit der Inschrift Jo. de Pisis pin- 
xit. Es ist ein ileissiges Gemälde, welches Andere, ich weiss 
nicht, mit welchem Rechte, dem Gio. Baldu cci zuschreiben; 
womit denn freilich, wenn es sich bestüttigte, diesem grossen 
Manne, der drei verschwisterte Künste trieb, noch mehr Ruhm 
zu Theil würde. Gegen Ende des Jahrhunderts sank, mehr 
durch bürgerliche Zwietracht, als anderes Unglück, die Macht 
der Pisaner, bis die Stadt 1406 in die Hände der Florentiner 
kam, und erniedrigt, nicht nur ihrer Künstler, sondern fast ih- 
rer Bürger beraubt, lange vcreinsamt und verdüstert lag, Ullll 
die feindseligen Städte ihr Müthchen an ihr kühlten. Später 
erhob sie sich wieder, nicht zwar zu gebieten, sondern wür- 
dig zu dienen.  
Den Florentinern war unterdess mit der Macht auch der 
Muth gewachsen; und sie wünschten nichts mehr, als einem so 
grossen Staate auch eine prächtige Hauptstadt zu bereiten. In 
öffentlichen Angelegenheiten gab Cosimo den Ton an, der Va- 
ter des Vaterlandes und zugleich trelllicher Geister. lhm folgte 
Lorenzo der Prächtige und die übrigen Mediceer, deren erb'- 
licher Geschmack in Wissenschaften und Künsten in tausend 
Werken gerühmt wird, yor allen aber von Fabroni, Gal- 
llllzi 11m1 Rosco e.  lhr Haus war zugleich Lyceum für die 
Philosophen , Arkadien für die Dichter, Akademie für die Künst- 
ler. Dello, Paolo, Masaccio, die beiden Peselli, die 
beiden Lippi, Benozzo, Sandro, die Ghuirlandai ge- 
nossen stets den Schutz dieses Hauses und verherrlichten es
        

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