Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1284796
Floreminer 
Schule. 
Zeitraum. 
III 
Abschnitt. 
45 
Geschichtlich") bildete Antonio in Paolo Uecello") 
einen Meister der Perspective; und in Gherardo Starnina") 
einen Meister von heiterm Styl, dessen Ueberbleibsel noch in 
einer Kapelle in S. Croce leben. Sie werden zu den letzten 
Werken der Giotto'schen Periode gerechnet, aus welcher 
seine Nachfolger in eine bessere übergingen. Von ihnen aber 
muss der Antonio Vite ausgenommen werden, der in sei- 
ner Vaterstadt Pistnja und in Pisa in jenem alten Geschmack 
malte. Hier will ich denn nicht verschweigen, dass Starnina 
und einige Jahre später Dello Fiorentino die ersten wa- 
ren, welche den neuen Italienischen Styl an den Spanischen 
Hof brachten, und Ehre und Reichthümer davontrugen. Der 
erste genoss sie in seiner Vaterstadt bis an seinen Tod; der 
zweite suchte sie abermals zu vermehren, hinterliess aber, nach 
Vasari, in Florenz nichts Oeiientliches, als eine Geschichte 
Isaaks in grüner Erde in einem Kloster der S. Maria Novella. 
Vielleicht sollte es heissen: mehrere Geschichten; denn man 
findet allerdings dort etliche, ganz in demselben rohen Ge- 
schmack, den man eher für Buffalmacco's, als Giot- 
to's Geschmack halten möchte. Seine Stärke aber waren 
kleine Gemäldels). Keiner hat besser, als er, Schränke, Kä- 
sten, Bettrücken und anderes Zimmergeräthe mit Geschichten 
und Fabeln yerziert.  
i 
13) Der Zeit nach kann Paolo Uccello nicht sein Schüler 
seyn, da. 61' 118611 Alltünilvs Tode geboren ward; wenn andern 
nicht ein lrrthum in der Zeitfulge bei Schüler, oder Meister obwal. 
tet. Dem Alter nach konnte Starnina es wnl neyn; er war an. 
geblich 1354 geboren, konnte also gegen 1370 wnl in seiner Schule 
aeyn. Aber Antonio scheint damals die Malerei schon lufgege- 
ben zu haben. Auf seiner Grabschrift heisst es: 
Annis qui fueram pictur iuvenilibus, arlie 
Die medicae religuu lemporn cepit arnur. 
S. VasarzjBd. 2. S. 297 der Siener Ausg.  L. 
M) Es luahen aich von Paolo wenig Arbeiten erhalten; no iiehi 
man in einem Hofe bei St. Maria novella in Florenz noch einige 
ziemlich gut erhaltene Malereien, in grüner Erde gemalt, von ihm. 
Q. 
1,5) Starnin a wird von Einigen für Gi ov. 
sler gehalten. Jedoch ist dies sehr zweifelhaft. 
Angelicoü Mei- 
 Q- 
16) Sehr wahrscheinlich ist die angeblich 
Christi in Dresden von P, Uccello. 
Gi olto ' iche Gabun-l 
Q.
        

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