Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1284766
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U nteritalien. 
Buch. 
'Weichheit übertroffen; was heutzutage nach so langer Zeit nicht 
zu ersehen ist, obwol viele namentlich in S. Croce übrig sind; 
evangelische Geschichten ganz in G.i0tt0'S GeSühlllßßkl Mehr 
[lreigenthümliches und Kunst vcrrüth sich im Stift der Spanier, 
wo er mit Mem mi wetteiferte"). Am Gewölbe malte er einige 
Thaten des Erlösers, und das Herabkommen des Heil. Geistes 
in einen Speisesaal, welches zu den schönsten Werken des 14. 
Jahrhunderts gehört. An einer Wand malte er die Wissensehaf. 
ten, und unter jeder einen ihrer berühmten Bekenner, wo er 
sich als sehr einsichtsvoll in dieser so nah an die Dichtkunst; 
griinzenden symbolischen Malerei zeigt. In diesem Stift herrscht 
mehr, als anderswo, die Lebhaftigkeit und Reinlichkeit seiner 
Tinten. Die KNGallerie hat von seiner Hand die Kreuzab- 
nahme Christi, ehmals in Or-San-llllichele, von Andern aus 
Misverstand dem Buffalmacco zugeschrieben. Taddeo 
lebte länger, als Vasari berichtet, und als die Besten, die 
wir genannt haben. Dies. ergicbt sich aus Franco S acchet- 
tißs 136. Novelle, wo erzählt wird, Andrea Orcagna habe 
die Frage aufgeworfen : "welches war ausscr Gio tto der 
grösste llleistcr? Einer sagte, Cimabu e, Einer Stefan o, ein 
Anderer Bernardo, wieder Einer Buffalmacco, und so 
nannte Einer diesen, der Andere jenen. Taddeo Gaddi, 
der in der Gesellschaft war, sagte: ganz gewiss hat es viele 
trefiliche Maler gegeben  aber diese Kunst verliel und ver- 
fällt täglich mehr u. s. w." Nachrichten über ihn reichen bis 
1352; und erkannte wol noch einige Jahre leben. 
Er hinterliess einige Schüler, welche in und ausser Flo- 
renz Häupter von Malerfamilicn waren. In Ehren geblieben 
ist. ein D. Lorenzo von Camaldola, der auch Zöglinge 
hatte; von ihm und seinen Schülern sind einige alte Gemälde 
auf Holz im Engelkloster. ln dieser Mönchgemeinde blühten 
damals auch llliniaturisten, unter welchen ein D. Silvestro 
die noch dort vorhandenen Choralbüchcr malte, die zu den 
vorzüglichsten in Italien gehören. Aber die vertrautesten Schü- 
ler des AT a_dd eo waren Gio. dayMilan o, von Welchem ich 
bei seiner vaterliindischen Schule sprechen werde, und Jacopo 
cli Casentino, der mit seinen Nachfolgern kurz nachher 
Jos. 
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