Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283732
Vorwort. 
VII 
rücksichtsvoll, nicht selten mit bombastischen, alll 
gemeinen, ständigen Kunstausdrücken wiederge- 
gebenes, von der Zeit und ihren Sprechern ihm 
Ueberliefertes enthält. Wie so wenig Dnrchgrei- 
fendes findet sich hier über das innere Leben 
und Weben der Malerei, über die Weehselbedzüge 
derselben, des Christenthulns, der Kirche und des 
Staats! Wie Vieles hat ein vaterländisehes, ja 
landschaftliches Vorurtheil entstellt! Gerade je man- 
nichfaltiger der Stoff war, desto sorgfältiger war 
das Einzelne in der Zeichnung fest zu umreissen, 
in der Färbung abzustufen, sollte auch das allge- 
meine und Gesammtleben der Malerei in seinem 
Kreislauf und seinen Pulsen weniger erforscht und 
geschildert werden. Seine Landsleute haben ihn 
wol über unsern grossen und liebenswürdigen 
Winckelmann erheben; aber gerade. was diesen 
auszeichnet, sein alterthümlicher derber Charakter, 
sein leicht ansprechbarer und erglühender Kunst- 
sinn, der sich in das innere Leben, dessen äusse- 
res Spiel das Kunstwerk ist, versenkt und ausldie- 
sen seinen Tiefen es gleichsam nachschaift, möchte 
wol Lanzi am allerwenigsten besitzen. 
Darum, nicht, wie kaum, iVohlwollenden und 
Verständigen gegenüber, gesagt zu werden brauch- 
te, aus schnüder Herabsetzung eines Verdienstes 
innerhalb seiner Sphäre, stand dem edlen und 
würdigen Freunde und Kunstfreiulde , dem die- 
ser deutsche Lanzi soviel Schätzbares verdankt, 
wohl an, in einer vorausgesendeten Abhandlung 
den kunstrichterlichen Standpunct des Vfs. treu
        

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