Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1284632
Florenliner 
Schule. 
Abschnitt. 
529 
und Delphi (Plin. 35, 9), hatte von ihm den Hieb, der o be- 
wundert wird, wiewol er aus seiner ersten Zeit ist. Als 
Giotto abtrat, erhielten eine Schüler denselben Beifall, wur- 
den um die Wette allerwiirts eingeladen und selbst Mitbür- 
gern vorgezogen. Wir finden Cavallini und Capanna in 
der Römischen Schule; in der Bologner die beiden Faentiner 
Pace und Ottaviano, und Guglieleno von Forli; in Pa- 
dua Menabuoi; in Avignon Memmi als Schüler, oder 
Gchülfen Giotto's; und Spuren der Nachfolger in dieser 
Schule werden wir durch ganz Italien entdecken. Manche dar- 
unter wird uns die Geschichte namentlich aufführen; manche 
wird ihr Styl kund geben, ohne die vielen andern, welche in 
jeder Provinz unsern Augen entrückt sind, indem an dieStelle 
der alten Gemälde neu-e gesetzt wurden. So war denn Giotto 
im ganzen vierzehnten Jahrhundert Muster der strebenden 
Künstler, wie Raffael im sechzehnten, und die Caracci im 
folgenden; einen vierten Styl, welcher so, wie diese drei, sich 
-in Italien festgesetzt hätte, kenne ich nicht. Auch an andern. 
'Orten bildeten sich Manche aus eigener Kraft, waren aber 
ausser ihrem Vaterlande wenig geschätzt, noch gekannt; nur 
die Florentiner, darf man behaupten, verbreiteten den neuen 
Styl allerwiirts in Italien. Mithin haben sie um die Wieder- 
erweckung der Malerei, wenn nicht einzig, doch das meiste 
Verdienst. Dies mein zweiter Satz!  
Muthiger geh ich nun wieder an's Werk, nachdem ich 
über diese Stelle hinweg bin, wo ich oft unter den so wider- 
sprechenden Behauptungen meine Feder niedergelegt habe, 
wohl eingedenk jenes Gesetzes: die Geschichte wage nicht 
Falsches zu sagen, nicht Wahresizu verschweigen. Indem ich 
nun wieder auf Florenz komme, nachdem sein Giotto 1336 
gestorben, finde ich dort die Zahl der Maler erstaunlich ange- 
wachsen, Wovon ich bald sichere Belege beibringen werde. 
Nicht lange nachher, nämlich im Jahr 13499 Vereinigten sich 
die Maler zu einer frommen Gesellschaft, die sich die Gesell- 
schaft des Heil. Lucas nannte, und ihren Sitz anfangs in S. 
Maria Nuova, nachher in S. lllaria Novella hatte._ Es war 
hergesteuallt. L.   S. Carlo Lasinio pitture a _fresz'o 
cnmjm sanm di Pisa du lm" inlagliato. Fir. 1812. F01.  Q_.
        

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