Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1271191
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III. 
Buch. 
Kapitel. 
Lionardo 
Vinci. 
andrer Apostel die Augen mit der Hand beschattet, wie um besser 
sehen zu können. Wie weit von diesen Ideen der Weg bis zu dem 
ausgeführten Werke sei, braucht keum erörtert zu werden. 
Unter den gleichzeitigen Kopien des Abendmahls ist die in gleicher 
Grösse ausgeführte von Marco d'Oggione, jetzt in der Akademie der 
Künste zu London, die wichtigste. Eine spätere, viel willkürlichere, 
welche der zu Wien in der Augustinerkirche befindlichen in Mosaik aus- 
geführten Nachbildung zu Grunde liegt, sieht man in der Ambrosiana. 
Christuskopf von Lionardo. 
Brcra 
Während Lionardo an diesem Werk arbeitete, gerieth er durch 
die Geldnoth des Herzogs in bedrängte Lage. Wir besitzen noch das 
Bruchstück eines Briefentwurfs an Lodovico Sforza, in welchem er in 
Ausdrücken, deren Unterwüriigkeit einen peinlichen Eindruck macht, 
sich über seine Verlegenheiten beklagt. Er habe keinen Auftrag von 
Belang mehr. Er wolle seine Kunst aufgeben. Er habe sein Leben dem 
Dienste des Herzogs geweiht und sei jeder Zeit bereit zu gehorchen, aber 
er sei in Rückstand mit seinem Gehalte und habe nichts, um seine Arbeiter 
zu bezahlen; er bitte, dass man ihm nur einige Kleidungsstücke gebe. 
Der Herzog schenkte ihm unterm 2B. April 1499 einen vor dem 
Vercellischen Thore gelegenen Weinberg von sechszehn Quadratruthen.
        

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