Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1271006
Fresco 
Onofrio 
Rom. 
ebensowenig wissen wir mit Bestimmtheit, ob er in früher Zeit in Rom 
gewesen ist. Dennoch wird ein Aufenthalt daselbst etwa im Anfang 
der achtziger Jahre überaus wahrscheinlich. Wir wissen, dass damals 
eine Anzahl der bedeutendsten llorentinischen Künstler dort mit Aus- 
malung der sixtinischen Kapelle beschäftigt war. Es steht leicht zu 
vermuthen, dass es auch Lionardo dort hinzog, schon wegen der Be- 
geisterung für das klassische Alterthum, welche ihn erfüllte. Dazu 
kommt, dass sich in Rom ein Werk erhalten hat, welches nach all- 
gemeiner, übereinstimmender Ueberzeugung nur von Lionardo her- 
rühren kann , und das doch in keine spätere Zeit zu setzen ist. Es 
Madonna von Lionardo, in S. 
Onofrio. 
Rom. 
ist die in einer Lünette des Klosters S. Onofrio in Fresco ausge- 
führte Madonna mit dem Kinde, welche von einem knieenden Donator 
verehrt wird. (Fig. 3). Die Madonna ist eine grossartige Gestalt von 
vornehm huldvoller Erscheinung, welche über das eng Bürgerliche der. 
florentinischen Madonnen weit hinausragt, während das nackte Kindchen 
auf ihrem Schoosse denen des Lorenzo di Oredi verwandt erscheint. 
Mit Innigkeit blickt die Mutter auf das Kind herab und lässt dem 
Kleinen, der sich lebhaft zum Segnen gegen den Stifter vorbeugt, 
scheinbar völlige Freiheit, während sie in Wirklichkeit es an einem 
Leibband hält, es sorglich behütend. Zwei köstliche Röthelstudien zu 
dem Christuskinde sieht man auf einem Blatt zu Windsor (Nr. 6G), Der 
Donator kniet mit dem Ausdruck treuherziger Frömmigkeit zur Linken
        

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